Laktosefrei Kochen

Laktosefrei Kochen

Nahrungsmittelintoleranzen können uns im Alltag stark einschränken, so auch beim Kochen unserer Mahlzeiten. In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen daher zeigen, wie Sie Ihre Lieblingsrezepte laktosefrei Kochen können und geben Ihnen einen Rezeptvorschlag für eine herbstliche Nachspeise.

Unangenehme Überraschungen vermeiden

Menschen mit einer Laktoseintoleranz haben es nicht nur bei Restaurantbesuchen schwierig, auch die Zubereitung von Gerichten zuhause kann eine wahre Herausforderung darstellen. Sie müssen hier nämlich darauf achten, dass die Produkte, die sie verwenden auch keine Laktose enthalten. Ansonsten kommt es zu unangenehmen Beschwerden. Laktoseintolerante Menschen sollten bereits beim Einkauf ihrer Lebensmittel auf die Zutatenliste schauen. Laktose verbirgt sich nämlich auch hinter Begriffen wie Molke, Molkepulver, Magermilchpulver und Vollmilchpulver. So können mit ein bisschen Sorgfalt unangenehme Überraschungen gezielt vermieden werden.

Laktosefreie Rezepte

Wie der Name bereits andeutet, verzichten laktosefreie Rezepte auf Zutaten, die Laktose enthalten. Bis vor einigen Jahrzehnten war das laktosefreie Kochen eine wirkliche Herausforderung, da Milchprodukte nicht einfach ersetzt werden konnten. Heute gibt es in unseren Supermärkten aber eine so große Auswahl an Alternativprodukten für verschiedene Nahrungsmittelintoleranzen, dass niemand mehr auf sein Lieblingsgericht verzichten muss. Auch für Milchprodukte gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Ersatzprodukten. Mehr über diese Ersatzprodukte können Sie unter https://lactose-intolerant.de/milchersatzprodukte-bei-laktoseintoleranz/ nachlesen.

Natürlich laktosefreie Produkte

Produkte aus Milch enthalten von Natur aus Milchzucker. Eine Ausnahme stellen hierbei Hart- und Schnittkäse dar. Diese sind durch ihren langen Reifeprozess nahezu laktosefrei. Zu diesen natürlich laktosefreien Käsesorten gehören unter anderem Parmesan, Appenzeller, Bergkäse, Cheddar und Gouda. Die restliche Laktose in diesen Käsesorten ist so gering, dass auch laktoseintolerante Menschen sie ohne Probleme verdauen können. Laktoseintolerante Menschen müssen daher bei diesen Käsesorten nicht auf Alternativen umsteigen.

Was ist zu beachten beim laktosefreien Kochen?

Viele Produkte in normalen Rezepten können Sie durch laktosefreie Alternativen beim Kochen und Backen ersetzen. Die Produkte können meist in der gleichen Menge wie in der Zutatenliste angegeben, ausgetauscht werden. Je nachdem welches Ersatzprodukt Sie verwenden, kann es allerdings zu unterschiedlichen Konsistenzen und einem anderen Geschmack kommen. Vor allem Ersatzprodukte auf pflanzlicher Basis verhalten sich in der Zubereitung anders als tierische Milch und Milchprodukte. Eine andere Möglichkeit ist der Gebrauch von laktosefreier Milch und Milchprodukten. Hierbei handelt es sich um Milch, bei welcher die Laktose bereits in ihre Bestandteile gespalten wurde. Dadurch schmeckt die Milch etwas süßlicher, aber ist besser bekömmlich. Laktosefrei Kochen kann sehr einfach sein, solange Sie sich an diese Tipps halten.

Rezeptvorschlag: Laktosefreier Milchreis

Gerade jetzt im Herbst sind warme Nachspeisen beliebt. Wenn Sie unter einer Laktoseintoleranz leiden, können diese Nachspeisen allerdings ein wahres Hindernis sein. Aber selbst Gerichte, die eigentlich voller Laktose stecken, können Sie so abwandeln, dass jede laktoseintolerante Person sie vertragen kann. Heute zeigen wir Ihnen wie Sie selbst Milchreis laktosefrei kochen können. Anstatt laktosehaltiger Milch kann hier nämlich ganz einfach auf Ersatzprodukte zurückgegriffen werden. Je nachdem welches Ersatzprodukt Sie nutzen, sollten Sie darauf achten, dass pflanzliche Drinks teilweise selbst einen Eigengeschmack haben, welcher sich auch im fertigen Milchreis zeigen wird. Dies ist beispielsweise der Fall bei Ersatzprodukten auf Kokos-Basis. Hier empfehlen sich andere pflanzliche Drinks aus Mandeln oder Hafer besser, da sie keinen starken Eigengeschmack haben.

Zutaten für 4 Portionen:

250         g             Milchreis

500         ml           Milch-Alternative (laktosefreie Milch oder Drink auf pflanzlicher Basis)

1             TL           Vanillezucker (alternativ zum Süßen ist auch die Verwendung von Honig möglich)

Zubereitung:

Zunächst müssen der Milchreis, die Milch-Alternative und der Vanillezucker zusammen in einem Topf aufgekocht werden. Dabei muss die ganze Zeit sorgfältig umgerührt werden. Nachdem der Milchreis aufgekocht hat, sollte er auf niedriger Stufe 20 Minuten köcheln. Auch jetzt sollten Sie noch häufig umrühren, da der Milchreis ansonsten am Topfboden ansetzt. Nach Ablauf der 20 Minuten, den Topf von der Herdplatte nehmen und 10 weitere Minuten mit Deckel ziehen lassen. Für einen Hauch von Herbst im Milchreis können Sie Zimt und Zucker hinzugeben.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

Milchersatzprodukte bei Laktoseintoleranz

Milchersatzprodukte bei Laktoseintoleranz

Eine Laktoseintoleranz kann im Alltag sehr unangenehm sein. Einfacher wird sie aber mit laktosefreien Milchprodukten und Milchersatzprodukten. In diesem Blogbeitrag stellen wir Ihnen deshalb die verschiedenen Milchersatzprodukte vor, die Sie auch mit einer Laktoseintoleranz genießen können.

Ersatzprodukte bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten

In den meisten Supermärkten, Bioläden und Drogeriemärkten lassen sich mittlerweile Ersatzprodukte für eine Vielzahl an Produkten finden. Dies gilt für diverse Ernährungsarten von vegan bis hin zu Low-Carb, aber auch für Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten gibt es zwei mögliche Gründe, wieso ein bestimmtes Lebensmittel nicht vertragen werden kann. Entweder leidet die betroffene Person unter einer Nahrungsmittelallergie oder einer Nahrungsmittelintoleranz. Der Unterschied bei diesen Unverträglichkeiten bezieht sich auf die Herkunft der Beschwerden. Während bei einer Allergie die Immunabwehr gegen einen Bestandteil des Lebensmittels vorgeht, fehlt dem Körper bei einer Intoleranz das nötige Werkzeug, um das Nahrungsmittel vollständig zu verarbeiten. Bei einer Laktoseintoleranz fehlen den Betroffenen die nötigen Laktase-Enzyme, um den Milchzucker zu verdauen. Damit Betroffene nicht unter Beschwerden leiden müssen, gibt es verschiedene Milchersatzprodukte, die bei einer Laktoseintoleranz anstatt regulärer Kuhmilch verzehrt werden können.

Laktosefreie Produkte

Die meisten laktoseintoleranten Menschen verzichten gezielt auf Produkte, die Milchzucker enthalten. Da sie aber nicht unbedingt auf tierische Milchprodukte verzichten möchten, greifen sie zu laktosefreien Kuhmilcherzeugnissen. Als laktosefrei gilt ein Produkt, wenn es unter einem Gramm Laktose auf 100 g enthält. Die meisten Geschäfte bieten inzwischen laktosefreie Produkte an. Zur Herstellung dieser Produkte wird die Kuhmilch enzymatisch vorbehandelt. Der Milchzucker wird bereits während des Herstellungsprozesses in Glukose und Galaktose aufgespalten. Das macht laktosefreie Produkte direkt ein wenig süßlicher im Geschmack. Das Angebot an diesen Produkten reicht von Milch, Joghurt, Quark, Sahne, Käse bis hin zu Pudding und Eis. Für Menschen mit einer Laktoseintoleranz sind diese Produkte sehr praktisch. Sie sind aber nicht die einzigen, die von laktosefreien Produkten profitieren. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie unter https://lactose-intolerant.de/hinweis-auf-laktose-in-lebensmitteln/.

Laktosearme Produkte

Da nicht alle laktoseintoleranten Menschen überhaupt keine Laktose mehr vertragen, sind auch laktosearme Produkte eine Option. Laktosearme Produkte sind Lebensmittel, die von Natur aus einen geringen Anteil an Milchzucker enthalten. Dieser ist allerding so gering, dass die meisten laktoseintoleranten Menschen nach dem Verzehr keine Beschwerden empfinden. Dies ist zum Beispiel der Fall bei den meisten Schnitt- und Hartkäsesorten. Hier gibt es keinen Grund auf laktosefreie oder vegane Produkte umzusteigen.

Pflanzliche Alternativen

Eine weitere Möglichkeit ist der Verzicht auf tierische Milcherzeugnisse. Diese können leicht durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden. Sie sind allerdings geschmacklich und von den Nährwerten anders zu bewerten als tierische Milch. Zu den beliebtesten pflanzlichen Alternativen für Milch gehören Erzeugnisse aus Soja, Reis, Hafer, Kokos und Mandel. In der Anwendung können sie ähnlich wie Milch verwendet werden, müssen aber je nach Bedarf eventuell angepasst werden. Pflanzliche Alternativen unterscheiden sich nämlich in ihrer Konsistenz oftmals sehr stark.

Unterschiede in Nährwerten

Neben der Konsistenz unterscheiden sich die pflanzlichen Alternativen vor allem in ihren Nährwerten von tierischer Milch. Der Fettgehalt in diesen Produkten liegt meist bei ein bis zwei Gramm pro 100 g und ist damit vergleichbar mit fettreduzierter Kuhmilch. Alle anderen Nährwerte unterscheiden sich je nachdem woraus die pflanzliche Alternative hergestellt wurde. Sojaprodukte sind beispielsweise sehr hoch in ihrem Gehalt an Eiweiß, während Produkte aus Reis sehr wenig Eiweiß enthalten. Sojadrinks enthalten auf 100 ml ganze 3,3 g Eiweiß. Reisdrinks können da mit ihren 0,3 g Eiweiß auf 100 g nicht mithalten. Dies ist unter anderem auch ein Grund warum Alternativen aus Soja so beliebt sind. Den meisten pflanzlichen Drinks und Erzeugnissen werden Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt, die von Natur aus in Milch enthalten sind. Zu diesen gehören unter anderem Calcium, Vitamin D und Vitamin B2.

Auf Allergene achten

Eine Laktoseintoleranz ist unangenehm und kann sehr lästig sein. Weitaus schlimmer sind aber Lebensmittelallergien, da diese lebensbedrohliche Folgen haben können. Vor dem Verzehr von den pflanzlichen Alternativen zu tierischer Milch sollte daher abgeklärt sein, dass auch keine Allergie ihnen gegenüber besteht. Zu den häufigsten Lebensmittelallergien gehören unter anderem Soja und Schalenfrüchte, wie Mandeln oder Haselnüsse. Milchersatzprodukte bei Laktoseintoleranz sollen Ihr Leben nämlich einfacher machen und Ihnen nicht zusätzliche Beschwerden zufügen.

Hinweis auf Laktose in Lebensmitteln

Hinweis auf Laktose in Lebensmitteln

Hinweise auf Allergene in Lebensmitteln können Leben retten und sind deshalb gesetzlich vorgeschrieben. Auch Betroffene von Nahrungsmittelintoleranzen könnten hier profitieren. Der Hinweis auf Laktose in Lebensmitteln könnte einige Verbraucher vor schmerzhaften Symptomen bewahren. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen zeigen wie Verbraucher von einheitlichen Regelung rund um Laktose in Lebensmitteln profitieren können.

Verweis von Laktose in Lebensmitteln

In unseren Geschäften können wir viele Produkte finden, die den Hinweis „laktosefrei“ besitzen. Allerdings gibt es nicht den direkten Hinweis darauf, dass ein Produkt Laktose enthält oder wie viel Laktose das Produkt enthält. Durch den Hinweis auf Laktose in Lebensmitteln könnte laktoseintoleranten Personen aber geholfen werden. Sie könnten dann selbst besser einschätzen, ob sie ein Produkt vertragen oder nicht. Der Hinweis „laktosefrei“ auf Produkten ist in vielen Fällen zwar hilfreich, ist aber nicht unbedingt transparent für Verbraucher. In der Europäischen Union gibt es nämlich keine einheitliche Regelung dafür was dieser Begriff aussagt. Hier würde eine einheitliche Regelung Klarheit verschaffen, ab wann ein Produkt als laktosefrei bezeichnet werden darf. Betroffene einer Laktoseintoleranz können mit einer solchen Regelung besser einschätzen, ob es sich für sie lohnt auf die laktosefreie Variante des Produkts umzusteigen.

Trend zu laktosefreien Produkten

Der Markt der laktosefreien Produkte wächst jährlich. Für Menschen mit Laktoseintoleranz ist dies hervorragend. Schon seit längerer Zeit gibt es aber einen Trend, dass auch Verbraucher immer häufiger zu laktosefreien Produkten greifen, die nicht von einer Laktoseintoleranz betroffen sind. Sie greifen zu den laktosefreien Produkten, in dem Irrglauben, dass diese allgemein gesünder sind. Das ist allerdings nicht der Fall. Laktosefreie Produkte machen nur wirklich Sinn für Menschen, die Probleme mit der Verdauung von Milchzucker haben. Der Trend, dass immer mehr Menschen zu laktosefreien Produkten greifen, ist auch der Lebensmittelindustrie nicht entgangen.

Unwissen von Verbrauchern wird ausgenutzt

Die Hersteller vieler laktosefreier Produkte nutzen das Kaufverhalten der Verbraucher für den eigenen Profit aus. Sie verkaufen die laktosefreien Produkte um ein Vielfaches teurer als die laktosehaltige Variante der Produkte. Sie gaukeln in vielen Fällen den Verbrauchern vor, dass es bei diesen Produkten einen Zusatznutzen gibt, der in Wirklichkeit nicht existiert. Besonders bei Produkten, die von Natur aus wenig bis gar keine Laktose enthalten, wird dies deutlich. Die meisten Hart- und Schnittkäsesorten enthalten von Natur aus sehr wenig bis gar keine Laktose. Die Laktose wurde bei diesen Käsesorten während des Reifeprozesses abgebaut. Hersteller nutzen hierbei das Unwissen von Verbrauchern aus und verkaufen den „speziell laktosefreien“ Käse für einen deutlich teureren Preis als die natürlich laktosefreien Varianten. Laut dem Oberlandesgericht Düsseldorf ist dieser Vorgang auch nicht gesetzeswidrig, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass Verbraucher wissen, dass diese Käsesorten praktisch laktosefrei sind. Der Hinweis erfülle hierbei das Informationsbedürfnis der Verbraucher.

Verbraucherzentralen kritisieren Trendentwicklung

Die Verbraucherzentralen sehen diese Trendentwicklung sehr kritisch. Schon seit längerer Zeit beobachtet der Verbraucherschutz die stark unterschiedlichen Preise zwischen laktosefreien und herkömmlichen Lebensmitteln, die von Natur aus wenig Laktose enthalten. Bei dieser Beobachtung konnte der Verbraucherschutz feststellen, dass einige laktosefreie Produkte mehr als doppelt so teuer verkauft werden wie das konventionelle Produkt. Eine weitere Problematik sieht der Verbraucherschutz darin, dass nur jeder fünfte Käufer von laktosefreien Produkten auch unter einer Laktoseintoleranz leidet. An dieser Stelle wäre eine bessere Aufklärung über das Thema Laktoseintoleranz nötig. Verbraucher sollten wissen, dass, Laktose ihnen nur dann schadet, wenn sie unter einer Intoleranz Milchzucker gegenüber leiden. Zudem fordern Verbraucherzentralen einen genauen Hinweis auf Laktose in Lebensmitteln. Erst dann ist das tatsächliche Informationsbedürfnis von Verbrauchern gedeckt.