Gesund Backen in der Weihnachtszeit

Gesund Backen in der Weihnachtszeit

Im Dezember dreht sich alles rund um Weihnachten, Essen und natürlich auch ums Naschen. Für Menschen, die sich gesünder ernähren möchten oder unter Nahrungsmittelintoleranzen leiden, kann diese Zeit eine große Herausforderung darstellen. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen deshalb aufzeigen wie gesund Backen auch in der Weihnachtszeit gelingt.

Gesund Backen

Weihnachten ist die Zeit für Vanillekipferl, Zimtsterne und Lebkuchen. Diese Naschereien, so lecker sie auch sind, sind leider wahre Kalorienbomben. Oftmals enthält Weihnachtsgebäck große Mengen an Zucker und Butter. Große Menge davon sind allerdings nicht gesund. Doch es gibt auch gesündere Zutaten, die genauso gut schmecken und sich ganz einfach in die traditionellen Rezepte einbauen lassen. In vielen Fällen sind die gesünderen Alternativen auch Alternativen, die für Menschen mit Lebensmittelintoleranzen, wie Zöliakie oder Laktoseintoleranz, geeignet sind. Mit diesen Alternativen ist gesund Backen in der Weihnachtszeit keine Herausforderung mehr.

Gesunde Alternative zu Weizenmehl

Mittlerweile gibt es einige Alternativen zum regulären Weizenmehl, die nicht nur gesünder sind, sondern auch von Menschen vertragen werden, die unter einer Weizensensitivität oder einer Glutenintoleranz leiden. Eine dieser Alternativen ist das Erdmandel-Mehl. Diese Art des Mehls ist reich an Ballaststoffen und sorgt nicht dafür, dass der Blutzucker-Spiegel stark ins Schwanken gerät. Erdmandeln sind zudem reich an Kalium und Magnesium, welche beide lebenswichtige Mineralstoffe für unseren Körper sind. Eine weitere Alternative zu Weizenmehl ist Dinkelmehl. Dieses ist besser verträglich und enthält mehr Vitalstoffe. Auch ist das Backen mit Hafermehl möglich. Hafermehl enthält viel pflanzliches Eiweiß und Zink, welches wichtig für die Wundheilung ist. Bei dieser Alternative sollten Menschen mit einer Glutenintoleranz allerdings vorsichtig sein und nur zu zertifiziertem glutenfreiem Hafermehl greifen.

Es muss nicht immer Haushaltszucker sein

Die beliebteste Methode Gebäck zu Süßen ist nach wie vor mit dem regulären Haushaltszucker. Es gibt aber auch hier gesündere Alternativen für das Süßen von Backwaren. Eine beliebte Alternative zum Industriezucker sind häufig Honig und Ahornsirup. Da es sich bei diesen Produkten um wahre Naturprodukte handelt, sind viele Menschen in der Annahme, dass diese Produkte dadurch automatisch gesünder sind. Das stimmt so allerdings nicht. Honig, Ahornsirup und Industriezucker sind nämlich ungefähr gleich ungesund. Der einzige Pluspunkt den die Naturprodukte hier bekommen ist, dass ihre Süßkraft sehr viel stärker ist als die von Industriezucker und deshalb weniger von ihnen benötigt wird. Eine wirklich gesündere Alternative hier ist der Kokosblütenzucker. Dieser lässt den Blutzuckerspiegel nur halb so stark ansteigen wie herkömmlicher Zucker und enthält dazu auch noch Enzyme und Mineralien.

Gesunde Fette

Fett sorgt für einen runden Geschmack beim Backen. Leider sind die meisten Fettquellen auch sehr ungesund. Aber auch hier gibt es einige Alternativen, die nicht nur gesünder sind, sondern auch für einen guten Geschmack sorgen. Statt Butter kann beispielsweise Kokosfett zum Backen verwendet werden. Zudem sind Nüsse und Getreide ebenfalls voll mit gesunden Fetten:

Mandeln: enthalten viele Ballaststoffe und helfen dabei den Blutzuckerspiegel zu senken.

Haselnüsse: enthalten einiges an Vitamin E, welches dazu beiträgt den Körper vor freien Radikalen zu schützen.

Cashewkerne: haben von allen Nüssen die wenigsten Kalorien und enthalten Phosphor, welches zur Erhaltung der Knochen und Zähne benötigt wird.

Laktosefrei Backen

Wir begegnen Milchzucker oftmals beim Backen. Beispielsweise um Rührkuchen saftiger zu machen, wird gerne Milch oder Sahne dem Teig hinzugefügt. Auch Backelemente wie Schmand, Mascarpone, Frischkäse und Buttermilch sind reich an Laktose. Beim Backen greifen wir auch gerne zu Fertigprodukten wie Puddingpulver oder Tortencreme. Diese enthalten in den meisten Fällen auch Laktose. Eine ebenfalls beliebte Zutat beim Backen ist Schokolade. Hier ist in der Regel nur Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil laktosefrei. Vollmilchschokolade enthält dagegen einiges an Milchzucker. Trotz all dieser Hindernisse ist es gar nicht so schwierig laktosefrei zu backen. Es gibt mittlerweile viele Alternativen, die zum laktosefreien Backen optimal genutzt werden können.

Der evolutionäre Vorteil der Milchtrinker

Der evolutionäre Vorteil der Milchtrinker

Milch und Milchprodukte stehen bei dem Großteil der Bevölkerung täglich auf dem Speiseplan. Für laktoseintolerante Menschen ist dies oftmals allerdings keine Option. Wieso gibt es aber Menschen, die Laktose vertragen und andere, die sie nicht vertragen? In diesem Blogbeitrag erklären wir Ihnen wie es zur Entstehung von Laktosetoleranz kam und was der evolutionäre Vorteil der Milchtrinker ist.

Milch war einst nur für Säuglinge

Einst besaßen nur Säuglinge die Fähigkeit die Laktose aus Milch zu spalten. Für Babys ist diese Fähigkeit auch überlebenswichtig, da sie ansonsten ihre einzige Nahrungsquelle, die Muttermilch, nicht verdauen können. Ohne ausreichend Laktase-Enzyme kann der Darm den Milchzucker nicht in seine Bestandteile spalten und er verbleibt unverdaut im Dickdarm. Die Darmbakterien bauen den Milchzucker dann langsam ab. Bei diesem Prozess entstehen allerdings verschiedene Stoffe, wie Milchsäure und Kohlendioxid, die zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall führen. Glücklicherweise sind nur sehr wenige Säuglinge betroffen von Laktoseintoleranz. Meist entwickelt sich eine natürliche Laktoseintoleranz im Laufe des Heranwachsens. Nach dem Säuglingsalter verliert sich die Fähigkeit Laktose zu spalten und der Mensch wird laktoseintolerant. In Deutschland sind allerdings nur rund 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung laktoseintolerant. Der Grund dafür ist eine Mutation, die vor tausenden Jahren entstand.

Laktosetoleranz ist eine Mutation

Gerade in Deutschland fühlen sich laktoseintolerante Menschen oftmals als wären sie die Mutanten, weil sie keinen Milchzucker verdauen können. Die Wahrheit ist aber, dass Menschen, die den Milchzucker vertragen können, die eigentlichen Mutanten sind. Bis vor rund 8.000 Jahren konnte kein Mensch nach dem Säuglingsalter Milchzucker vertragen. Der Mensch verlor die Fähigkeit Laktose zu spalten einfach ab einem bestimmten Alter. Erst mit dem Aufkommen der Viehzucht und der Milchwirtschaft in Europa entwickelten die Menschen die Fähigkeit auch im Erwachsenenalter noch Laktose spalten zu können. Diese Fähigkeit entwickelte sich zu einem klaren Vorteil im Kampf ums Überleben in der Jungsteinzeit.

Neure Nahrungsquelle

Zu Beginn der Viehzucht und Landwirtschaft hatten es die Landwirte der Jungsteinzeit gerade in Europa sehr schwer. Sie kannten sich kaum mit dem Anbau von Nutzpflanzen aus und die harten Winter machten ihnen zu schaffen. Alldiejenigen, die Milch und Milcherzeugnisse vertragen konnten, hatten hier einen entscheidenden Vorteil. Sie konnten Milch und Erzeugnisse aus Milch, wie beispielsweise Käse, als zusätzliche Nahrungsquelle nutzen. Dies war besonders in Zeiten von Ernteausfällen und schweren Wintern hilfreich. Milch versorgte die laktosetoleranten Menschen mit zusätzlichen Kalorien und Eiweiß. Der evolutionäre Vorteil der Milchtrinker und somit die Mutation speicherte sich relativ schnell im menschlichen Erbgut ab und konnte an die nächsten Generationen vererbt werden.

Entwicklung in der Lebensmittelindustrie

Mittlerweile sind wir nicht mehr auf Milch als zusätzliche Nahrungsquelle dringend angewiesen, aber auch heute noch haben es laktoseintolerante Menschen in vielen Fällen schwerer. In Europa hat sich die Lebensmittelindustrie sehr stark an den Großteil der laktosetoleranten Bevölkerung angepasst. Nicht nur Milch und Milchprodukte enthalten hier Milchzucker, sondern auch viele Produkte, bei denen kein Milchzucker vermutet wird. Dies ist für laktoseintolerante Menschen schon seit längerem eine Herausforderung. Auch die unklare Gesetzgebung bezüglich der Hinweise auf Laktose in Lebensmitteln macht es für Betroffene von Laktoseintoleranz nicht einfach. In den letzten Jahren hat sich die Lebensmittelindustrie allerdings insoweit gewandelt, dass auch immer mehr Alternativprodukte für Nahrungsmittelintoleranzen auf den Markt kommen. Auch für Laktoseintoleranz gibt es bereits einige Alternativprodukte, sowohl aus tierischer und pflanzlicher Herkunft. Mehr über die Vielfalt der Milchersatzprodukte bei Laktoseintoleranz können Sie unter https://lactose-intolerant.de/milchersatzprodukte-bei-laktoseintoleranz/ nachlesen.  

Milchersatzprodukte bei Laktoseintoleranz

Milchersatzprodukte bei Laktoseintoleranz

Eine Laktoseintoleranz kann im Alltag sehr unangenehm sein. Einfacher wird sie aber mit laktosefreien Milchprodukten und Milchersatzprodukten. In diesem Blogbeitrag stellen wir Ihnen deshalb die verschiedenen Milchersatzprodukte vor, die Sie auch mit einer Laktoseintoleranz genießen können.

Ersatzprodukte bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten

In den meisten Supermärkten, Bioläden und Drogeriemärkten lassen sich mittlerweile Ersatzprodukte für eine Vielzahl an Produkten finden. Dies gilt für diverse Ernährungsarten von vegan bis hin zu Low-Carb, aber auch für Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten gibt es zwei mögliche Gründe, wieso ein bestimmtes Lebensmittel nicht vertragen werden kann. Entweder leidet die betroffene Person unter einer Nahrungsmittelallergie oder einer Nahrungsmittelintoleranz. Der Unterschied bei diesen Unverträglichkeiten bezieht sich auf die Herkunft der Beschwerden. Während bei einer Allergie die Immunabwehr gegen einen Bestandteil des Lebensmittels vorgeht, fehlt dem Körper bei einer Intoleranz das nötige Werkzeug, um das Nahrungsmittel vollständig zu verarbeiten. Bei einer Laktoseintoleranz fehlen den Betroffenen die nötigen Laktase-Enzyme, um den Milchzucker zu verdauen. Damit Betroffene nicht unter Beschwerden leiden müssen, gibt es verschiedene Milchersatzprodukte, die bei einer Laktoseintoleranz anstatt regulärer Kuhmilch verzehrt werden können.

Laktosefreie Produkte

Die meisten laktoseintoleranten Menschen verzichten gezielt auf Produkte, die Milchzucker enthalten. Da sie aber nicht unbedingt auf tierische Milchprodukte verzichten möchten, greifen sie zu laktosefreien Kuhmilcherzeugnissen. Als laktosefrei gilt ein Produkt, wenn es unter einem Gramm Laktose auf 100 g enthält. Die meisten Geschäfte bieten inzwischen laktosefreie Produkte an. Zur Herstellung dieser Produkte wird die Kuhmilch enzymatisch vorbehandelt. Der Milchzucker wird bereits während des Herstellungsprozesses in Glukose und Galaktose aufgespalten. Das macht laktosefreie Produkte direkt ein wenig süßlicher im Geschmack. Das Angebot an diesen Produkten reicht von Milch, Joghurt, Quark, Sahne, Käse bis hin zu Pudding und Eis. Für Menschen mit einer Laktoseintoleranz sind diese Produkte sehr praktisch. Sie sind aber nicht die einzigen, die von laktosefreien Produkten profitieren. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie unter https://lactose-intolerant.de/hinweis-auf-laktose-in-lebensmitteln/.

Laktosearme Produkte

Da nicht alle laktoseintoleranten Menschen überhaupt keine Laktose mehr vertragen, sind auch laktosearme Produkte eine Option. Laktosearme Produkte sind Lebensmittel, die von Natur aus einen geringen Anteil an Milchzucker enthalten. Dieser ist allerding so gering, dass die meisten laktoseintoleranten Menschen nach dem Verzehr keine Beschwerden empfinden. Dies ist zum Beispiel der Fall bei den meisten Schnitt- und Hartkäsesorten. Hier gibt es keinen Grund auf laktosefreie oder vegane Produkte umzusteigen.

Pflanzliche Alternativen

Eine weitere Möglichkeit ist der Verzicht auf tierische Milcherzeugnisse. Diese können leicht durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden. Sie sind allerdings geschmacklich und von den Nährwerten anders zu bewerten als tierische Milch. Zu den beliebtesten pflanzlichen Alternativen für Milch gehören Erzeugnisse aus Soja, Reis, Hafer, Kokos und Mandel. In der Anwendung können sie ähnlich wie Milch verwendet werden, müssen aber je nach Bedarf eventuell angepasst werden. Pflanzliche Alternativen unterscheiden sich nämlich in ihrer Konsistenz oftmals sehr stark.

Unterschiede in Nährwerten

Neben der Konsistenz unterscheiden sich die pflanzlichen Alternativen vor allem in ihren Nährwerten von tierischer Milch. Der Fettgehalt in diesen Produkten liegt meist bei ein bis zwei Gramm pro 100 g und ist damit vergleichbar mit fettreduzierter Kuhmilch. Alle anderen Nährwerte unterscheiden sich je nachdem woraus die pflanzliche Alternative hergestellt wurde. Sojaprodukte sind beispielsweise sehr hoch in ihrem Gehalt an Eiweiß, während Produkte aus Reis sehr wenig Eiweiß enthalten. Sojadrinks enthalten auf 100 ml ganze 3,3 g Eiweiß. Reisdrinks können da mit ihren 0,3 g Eiweiß auf 100 g nicht mithalten. Dies ist unter anderem auch ein Grund warum Alternativen aus Soja so beliebt sind. Den meisten pflanzlichen Drinks und Erzeugnissen werden Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt, die von Natur aus in Milch enthalten sind. Zu diesen gehören unter anderem Calcium, Vitamin D und Vitamin B2.

Auf Allergene achten

Eine Laktoseintoleranz ist unangenehm und kann sehr lästig sein. Weitaus schlimmer sind aber Lebensmittelallergien, da diese lebensbedrohliche Folgen haben können. Vor dem Verzehr von den pflanzlichen Alternativen zu tierischer Milch sollte daher abgeklärt sein, dass auch keine Allergie ihnen gegenüber besteht. Zu den häufigsten Lebensmittelallergien gehören unter anderem Soja und Schalenfrüchte, wie Mandeln oder Haselnüsse. Milchersatzprodukte bei Laktoseintoleranz sollen Ihr Leben nämlich einfacher machen und Ihnen nicht zusätzliche Beschwerden zufügen.

Hinweis auf Laktose in Lebensmitteln

Hinweis auf Laktose in Lebensmitteln

Hinweise auf Allergene in Lebensmitteln können Leben retten und sind deshalb gesetzlich vorgeschrieben. Auch Betroffene von Nahrungsmittelintoleranzen könnten hier profitieren. Der Hinweis auf Laktose in Lebensmitteln könnte einige Verbraucher vor schmerzhaften Symptomen bewahren. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen zeigen wie Verbraucher von einheitlichen Regelung rund um Laktose in Lebensmitteln profitieren können.

Verweis von Laktose in Lebensmitteln

In unseren Geschäften können wir viele Produkte finden, die den Hinweis „laktosefrei“ besitzen. Allerdings gibt es nicht den direkten Hinweis darauf, dass ein Produkt Laktose enthält oder wie viel Laktose das Produkt enthält. Durch den Hinweis auf Laktose in Lebensmitteln könnte laktoseintoleranten Personen aber geholfen werden. Sie könnten dann selbst besser einschätzen, ob sie ein Produkt vertragen oder nicht. Der Hinweis „laktosefrei“ auf Produkten ist in vielen Fällen zwar hilfreich, ist aber nicht unbedingt transparent für Verbraucher. In der Europäischen Union gibt es nämlich keine einheitliche Regelung dafür was dieser Begriff aussagt. Hier würde eine einheitliche Regelung Klarheit verschaffen, ab wann ein Produkt als laktosefrei bezeichnet werden darf. Betroffene einer Laktoseintoleranz können mit einer solchen Regelung besser einschätzen, ob es sich für sie lohnt auf die laktosefreie Variante des Produkts umzusteigen.

Trend zu laktosefreien Produkten

Der Markt der laktosefreien Produkte wächst jährlich. Für Menschen mit Laktoseintoleranz ist dies hervorragend. Schon seit längerer Zeit gibt es aber einen Trend, dass auch Verbraucher immer häufiger zu laktosefreien Produkten greifen, die nicht von einer Laktoseintoleranz betroffen sind. Sie greifen zu den laktosefreien Produkten, in dem Irrglauben, dass diese allgemein gesünder sind. Das ist allerdings nicht der Fall. Laktosefreie Produkte machen nur wirklich Sinn für Menschen, die Probleme mit der Verdauung von Milchzucker haben. Der Trend, dass immer mehr Menschen zu laktosefreien Produkten greifen, ist auch der Lebensmittelindustrie nicht entgangen.

Unwissen von Verbrauchern wird ausgenutzt

Die Hersteller vieler laktosefreier Produkte nutzen das Kaufverhalten der Verbraucher für den eigenen Profit aus. Sie verkaufen die laktosefreien Produkte um ein Vielfaches teurer als die laktosehaltige Variante der Produkte. Sie gaukeln in vielen Fällen den Verbrauchern vor, dass es bei diesen Produkten einen Zusatznutzen gibt, der in Wirklichkeit nicht existiert. Besonders bei Produkten, die von Natur aus wenig bis gar keine Laktose enthalten, wird dies deutlich. Die meisten Hart- und Schnittkäsesorten enthalten von Natur aus sehr wenig bis gar keine Laktose. Die Laktose wurde bei diesen Käsesorten während des Reifeprozesses abgebaut. Hersteller nutzen hierbei das Unwissen von Verbrauchern aus und verkaufen den „speziell laktosefreien“ Käse für einen deutlich teureren Preis als die natürlich laktosefreien Varianten. Laut dem Oberlandesgericht Düsseldorf ist dieser Vorgang auch nicht gesetzeswidrig, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass Verbraucher wissen, dass diese Käsesorten praktisch laktosefrei sind. Der Hinweis erfülle hierbei das Informationsbedürfnis der Verbraucher.

Verbraucherzentralen kritisieren Trendentwicklung

Die Verbraucherzentralen sehen diese Trendentwicklung sehr kritisch. Schon seit längerer Zeit beobachtet der Verbraucherschutz die stark unterschiedlichen Preise zwischen laktosefreien und herkömmlichen Lebensmitteln, die von Natur aus wenig Laktose enthalten. Bei dieser Beobachtung konnte der Verbraucherschutz feststellen, dass einige laktosefreie Produkte mehr als doppelt so teuer verkauft werden wie das konventionelle Produkt. Eine weitere Problematik sieht der Verbraucherschutz darin, dass nur jeder fünfte Käufer von laktosefreien Produkten auch unter einer Laktoseintoleranz leidet. An dieser Stelle wäre eine bessere Aufklärung über das Thema Laktoseintoleranz nötig. Verbraucher sollten wissen, dass, Laktose ihnen nur dann schadet, wenn sie unter einer Intoleranz Milchzucker gegenüber leiden. Zudem fordern Verbraucherzentralen einen genauen Hinweis auf Laktose in Lebensmitteln. Erst dann ist das tatsächliche Informationsbedürfnis von Verbrauchern gedeckt.