Milchzucker in Proteinprodukten

Milchzucker in Proteinprodukten

Proteinprodukte werden immer trendiger. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Lebensmitteln im Handel, die speziell mit Eiweiß angereichert wurden. Diese Lebensmittel sind teilweise für Menschen mit Laktoseintoleranz ungeeignet. In diesem Beitrag informieren wir Sie über Milchzucker in Proteinprodukten.

Eiweiß und Leistungssport

Eiweiß (Protein) ist ein lebenswichtiger Makronährstoff, den wir täglich zu nehmen sollten. Der Durchschnittsmensch benötigt 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht. Dies ist ein grober Richtwert, an dem sich Menschen, die keinen Leistungssport betreiben, orientieren können. Sportler sollten zwischen 1,4 und 1,6 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Eiweiß ist besonders wichtig für den Muskelaufbau. Rund 20 Prozent eines Muskels besteht aus Eiweiß. Die tägliche Zufuhr von Eiweiß ist deshalb essenziell für den Aufbau von Muskelmasse. Während früher beinahe ausschließlich Leistungssportler mehr Eiweiß durch ihre Nahrung zu sich nehmen wollten, sind es heute auch Hobbysportler, die die tägliche Extraportion Eiweiß zu sich nehmen wollen.

Nachfrage und Angebot steigen

Es gibt eine immer größere Nachfrage nach Produkten, die zusätzliches Eiweiß enthalten. Der Markt kommt dieser Nachfrage natürlich nach und bietet ein immer größeres Angebot an Proteinprodukten an. Dabei sind es nicht mehr nur Leistungssportler, die auf die Extraportion Eiweiß angewiesen sind. Es herrscht viel eher ein Irrglaube in der Gesellschaft, dass mehr Protein und direkt gesünderes Produkt bedeutet. Das stimmt so nicht. Natürlich sind Menschen auf Eiweiß angewiesen, ohne Eiweiß kann der Körper wichtigen Funktionen nicht nachgehen. Aber eine übermäßige Zufuhr an Eiweiß ist nicht nur unnötig, sondern kann auch gesundheitsschädlich sein.

Die Auswirkungen von zu viel Eiweiß

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es Hinweise darauf, dass eine zu große tägliche Eiweißzufuhr in der Schwangerschaft dazu führen kann, dass das Risiko des Kindes für Übergewicht steigt. Auch kann die Säuglingsmilchnahrung bei Neugeborenen zu einer Vergrößerung der Nieren führen. Dies aber nur, wenn der Eiweißgehalt in der Säuglingsmilchnahrung deutlich erhöht ist und dem Säugling auch eine große Menge der Nahrung zugefüttert wird. Die derzeitige Datenlage sieht bisher noch keinen Zusammenhang zwischen der Nierenfunktion und einer erhöhten Proteinzufuhr bei gesunden Erwachsenen. Eine sehr akute Auswirkung von einer erhöhten Proteinzufuhr, auch bei normalerweise gesunden Erwachsenen, ist Verstopfung. Eine Diät, die aus viel Eiweiß, aber wenigen Ballaststoffen besteht, führt nachweislich zu Verstopfung.

Milchzucker in Proteinprodukten

Die meisten Proteinprodukte, die es derzeit im Handel gibt, sind auf Milchbasis. An sich stellt das kein Problem dar, aber nur für Menschen, die Milch und Milchprodukte problemlos verdauen können. Laktoseintolerante Menschen haben diesen Luxus nicht. Der Milchzucker in den Proteinprodukten kann bei laktoseintoleranten Menschen zu den typischen Beschwerden der Laktoseintoleranz führen. Zu diesen gehören Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Es ist aber an sich sehr einfach diese Beschwerden zu umgehen und trotzdem ausreichend Eiweiß aufzunehmen. Spezielle Proteinprodukte sind dafür nicht nötig.

Die Extraportion Eiweiß

Viele Menschen sind der Meinung, dass sie durch ihre normale Ernährung nicht genügend Eiweiß zu sich nehmen können. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) brauchen gesunde Menschen, die keinem Leistungssport nachgehen, keine speziellen Produkte mit angereichertem Protein. Die meisten Menschen werden bereits über ihre normale Ernährung mit ausreichend Eiweiß versorgt. Zudem sind speziell mit Eiweiß angereicherte Produkte dadurch nicht zwangsweise gesünder. Viele dieser Produkte enthälten zusätzlich zu dem Eiweiß auch noch viel Zucker und Fett. Es lohnt sich deshalb immer die Zutatenliste von Produkten zu lesen.

Natürliche Eiweißquellen

Es gibt viele natürliche Eiweißquellen, die auch von Menschen mit einer Laktoseintoleranz vertragen werden können. Selbst Eiweißquellen, die auf Milchbasis basieren, können teilweise von laktoseintoleranten Menschen vertragen werden. Beispielsweise vertragen Menschen mit Laktoseintoleranz Quarkspeisen sehr gut. Quark ist ein recht laktosearmes Milchprodukt. Aber auch auf andere eiweißreiche Lebensmittel muss nicht verzichtet werden, nur weil sie Laktose enthalten. Laktasetabletten helfen dabei herkömmliche Milchprodukte zu verzehren.  

Alternativen zu Milch

Alternativen zu Milch

Milch ist Teil der täglichen Ernährung vieler Menschen. Aber immer mehr Menschen verzichten auf tierische Milch. Für diese Menschen gibt es gute pflanzliche Alternativen. In diesem Beitrag erfahren Sie welche Alternativen zu Milch es überhaupt gibt und durch was sie sich auszeichnen.

Was spricht gegen den Konsum von Milch?

Für die meisten Konsumenten ist der Kauf von tierischer Milch eine Selbstverständlichkeit, weil Milch einfach zum täglichen Speiseplan gehört. Gegen den Konsum von Milch sprechen aber vor allem ethische Bedenken der Konsumenten und bestimmte Unverträglichkeiten. Bei Intoleranzen oder Allergien gegen tierische Milch, kann auf pflanzlichen Alternativen zu Milch umgestiegen werden.

Alternativen zu Milch kommen in verschiedenen Varianten. Es gibt Getreidemilchsorten, Nussmilchsorten, Sojamilch, Reismilch und Erbsenmilch. Es gibt keine „beste Milchalternative“.  Hier ist allein abzuwägen welche einem persönlich am besten schmeckt. Die Nährwerte der verschiedenen Milchsorten unterscheiden sich erheblich. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die Vor- und Nachteile folgender Milchsorten vor:

  • Sojamilch
  • Mandelmilch
  • Hafermilch

Sojamilch

Sojamilch ist die beliebteste Alternative zu Milch, auch, wenn dieses Milchersatzprodukt oftmals umstritten ist. Wir finden diese Milchalternative mittlerweile in jedem Supermarkt und Discounter. Menschen, die sich vegan ernähren, dient Sojamilch vor allem als Eiweiß-Lieferant. Aber diese Alternative zeichnet sich nicht nur durch einen hohen Gehalt an Proteinen aus. Sie enthält zudem Folsäure und kein Cholesterin. Der große Nährwertunterschied zwischen Sojamilch und tierischer Milch ist der Calciumgehalt. Kuhmilch gilt nämlich als der Hauptlieferant für Calcium hierzulande. Von Natur aus enthält Sojamilch sehr viel weniger Calcium als Kuhmilch. Damit die Milchalternative der herkömmlichen Milch hier nicht nachhängt, fügen Sojamilch-Hersteller ihr mittlerweile Calcium hinzu. In Kritik gerät Sojamilch meist aufgrund ihrer enthaltenen pflanzlichen Hormone, die stark dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln. Hierzu gibt es aber zu wenige Studien, die wirklich belegen können, dass Sojamilch negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Mandelmilch

In Sachen Beliebtheit ist die Mandelmilch mittlerweile fast so populär wie Sojamilch. Große Supermärkten führen Mandelmilch bereits als festen Bestandteil ihres Sortiments. In Discountern ist sie allerdings immer noch Mangelware. Von Natur aus enthält Mandelmilch wenig Eiweiß und Calcium. Dafür bietet die Milchalternative aber reichlich Spurenelemente, Vitamine und relativ wenig Fett. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und deshalb wird Mandelmilch am liebsten als Ersatz beim Backen verwendet. Hier verliert sich der Eigengeschmack sehr schnell. Als Milchersatz in Kaffee oder anderen warmen Getränken ist eher von abzusehen, da Mandelmilch dazu neigt flockig zu werden. Neben Mandelmilch gibt es auch andere Nussmilchsorten wie Haselnussmilch oder Cashewmilch. Diese sind aber eher seltener zu finden.

Hafermilch

Hafermilch wird vor allem in Verbindung mit Kaffee gerne getrunken. Nicht nur von Menschen, die laktoseintolerant sind oder sich vegan ernähren. Hafermilch hat nicht nur geschmackliche Vorteile, sondern auch in Sachen Nachhaltigkeit. Besonders beliebt ist diese Milchalternative, da sie laktosefrei ist und weder Milcheiweiß noch Sojabestandteile enthält. Von Natur aus ist Hafermilch arm an Nährstoffen und Proteinen. Hersteller wirken dem entgegen, indem sie der Milchalternative Vitamine und Mineralstoffe zusetzen.

Ökobilanz der pflanzlichen Milchalternativen

Die Ökobilanz der Milchalternativen ist sehr unterschiedlich. Konsumenten, die besonders ethische Bedenken haben und deshalb auf Kuhmilch verzichten, sollten auch bei pflanzlichen Milchsorten auf deren Nachhaltigkeit schauen. Hafermilch hat beispielsweise eine gute Ökobilanz. Der Anbau kommt in den meisten Fällen ohne Herbizide aus und es gibt Hafermilch aus biologischem Anbau. Soja ist in Sachen Nachhaltigkeit schon eher problematisch. Verbraucher sollten darauf achten, dass das Soja in ihrer Milch aus der Europäischen Union stammt. Vor allem in Brasilien wird nämlich immer weiter der Regenwald abgeholzt, um dem weltweiten erhöhten Bedarf von Soja gerecht zu werden. Nachhaltig ist dies natürlich nicht. Hier muss jeder Verbraucher für sich selbst entscheiden was er für richtig hält und was nicht. Teilweise ist biologische Kuhmilch aus regionalem Anbau dann wieder nachhaltiger.

Sojamilch und Laktose

Sojamilch und Laktose

Viele Menschen verzichten auf tierische Milch und greifen lieber zu pflanzlichen Milchalternativen. Die Gründe dafür können Unverträglichkeiten, ethische Bedenken oder der persönliche Geschmack sein. Passend dazu wollen wir in diesem Beitrag Sojamilch genauer unter die Lupe nehmen und klären, ob sie für Menschen geeignet ist, die Laktose nicht vertragen.

Pflanzliche Milchalternativen

Viele Menschen verzichten mittlerweile auf den Verzehr von Kuhmilch. Das ist unter anderem möglich, da es heutzutage eine ganze Reihe an Milchersatzprodukten gibt, die in jedem Supermarkt und Discounter erhältlich sind. Aber inwiefern ähneln diese Alternativen dem Original? Diese Frage stellen sich vor allem Menschen, die Kuhmilch aufgrund von Lebensmittelintoleranzen nicht vertragen. Im Folgenden beschäftigen wir uns speziell mit Sojamilch und ihrer Ähnlichkeit zu Kuhmilch.

Herkunft der Kuhmilchalternative

Sojamilch gehört zu den beliebtesten Alternativen zu Kuhmilch. Die pflanzliche Alternative aus Soja ist aber nicht nur die beliebteste Kuhmilchalternative, sondern auch die älteste. Sojamilch gibt es seit tausenden von Jahren. Sie ist bei weitem keine Erfindung der Neuzeit. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Bereits in der Han-Dynastie wurde Sojamilch in China hergestellt. Die Han-Dynastie bestand innerhalb des damaligen Königreiches China von 206 vor Christus bis 220 nach Christus. In Deutschland gibt es Sojamilch seit 1913.

Wie entsteht Sojamilch?

Anders als bei Kuhmilch wird für die Herstellung von Sojamilch kein Tier gemolken. Die Grundlage der Kuhmilchalternative sind Sojabohnen. Diese werden eingeweicht und püriert, um die Sojamilch herzustellen. Das Verhältnis von Wasser zu Sojabohnen ist hier in der Regel 10 zu 1. Der Hauptbestandteil in Sojamilch ist demnach Wasser. Die Mischung aus Wasser und pürierten Sojabohnen wird im Anschluss gekocht. Oftmals werden Sojamilch auch Zusatzstoffe hinzugefügt, die wertvoll für die Gesundheit sind, wie Vitamine oder Mineralstoffe.

Enthält Sojamilch Laktose?

Die große Frage, die sich laktoseintolerante Menschen zu Recht stellen, ist, ob Sojamilch nun auch Laktose enthält. Die einfache Antwort ist nein, pflanzliche Milchalternativen enthalten keine Laktose. Der Grund dafür ist, dass Laktose ein Zucker ist, der ausschließlich in Milch von Säugetieren vorkommt. Da es sich bei Sojamilch nicht um „Milch“ im traditionellen Sinn handelt, sondern ein Produkt aus Pflanzen ist, enthält sie keine Laktose. Das Gleiche gilt für alle anderen pflanzlichen Kuhmilchalternativen wie Hafermilch, Reismilch und Nussdrinks.

Ist vegan und laktosefrei das Gleiche?

Bei einer veganen Ernährungsform wird komplett auf jegliche tierischen Produkte verzichtet. Somit auch auf Milchzucker, welcher in tierischen Milchsorten vorkommt. Da es sich bei Laktose um einen Bestandteil tierischer Milch handelt, sind Produkte, die vegan sind somit auch laktosefrei, da sie keine tierischen Bestandteile enthalten können. Umgekehrt gilt diese Regel allerdings nichts. Nicht alle laktosefreien Produkte sind automatisch vegan. Oftmals werden tierische Produkte mit der Hilfe von Laktasetabletten laktosefrei gemacht. Das Produkt ist weiterhin tierischer Natur und somit nicht für Veganer geeignet. Es führt lediglich bei laktoseintoleranten Menschen nach dem Verzehr nicht zu unangenehmen Beschwerden.

Laktoseunverträglichkeit

Der Großteil der Weltbevölkerung verträgt keinen Milchzucker. Der Grund dafür ist allerdings keine Krankheit, sondern eine natürliche Unverträglichkeit. Von Natur aus vertragen nämlich nur Säuglinge Milchzucker. Sie benötigen diese Fähigkeit, um die Muttermilch verdauen zu können und brauchen den Milchzucker als wichtigen Energielieferanten. Nach dem Säuglingsalter geht diese Fähigkeit in der Regel wieder verloren, da erwachsene Menschen ihre benötigten Nährstoffe aus anderen Quellen erhalten. Mit dem Aufkommen der Milchwirtschaft in Nordeuropa vor rund 8.000 Jahren wurden tierische Milch und Milchprodukte zu einer weiteren Nahrungsquelle für Menschen, welche besonders in den kalten und langen Wintern vorteilhaft wurde. Eine Genmutation machte es im Endeffekt möglich, dass auch Erwachsene Milchzucker verdauen konnten. Diese Mutation wurde über Jahrtausende weitergegeben und ist der Grund, warum heute vor allem Menschen mit nordeuropäischen Vorfahren Laktose vertragen können.

Wie gesund ist Milch?

Wie gesund ist Milch?

Milch ist für viele Menschen ein fester Bestandteil ihrer täglichen Ernährung. Aber wie gesund ist Milch überhaupt? In diesem Beitrag erklären wir Ihnen welche Nährstoffe in Milch enthalten sind, woher die Farbe der Milch kommt, und klären die Frage, ob Milch nun gesund oder ungesund ist.

Woher kommt die weiße Farbe der Milch?

Eine der meistgestellten Fragen rund um Milch betrifft ihre Farbe. Milch sieht für das menschliche Auge meist weiß aus. Dabei ist Milch eigentlich vor allem trüb statt wirklich weiß. Die trübe Erscheinung erfolgt durch winzige Eiweißbündel und Fettkügelchen in der Milch. Das Fett liefert vielen Milchprodukten ihren typischen Geschmack und die meisten Kalorien. Die weiße Farbe sagt nichts darüber aus wie gesund Milch schlussendlich ist.

Welche Nährstoffe sind in Milch enthalten?

Bekannt ist Milch besonders für ihren hohen Gehalt an Calcium. 100ml Milch enthalten 120mg des Mineralstoffes.  Dabei ist Calcium nur einer von vielen Nährstoffen, die uns Milch liefern kann. Der Anteil an Eiweiß in Milch ist nämlich ebenfalls sehr hoch. Milch ist eine sehr hochwertige Quelle für Eiweiß und kann zudem zu einem günstigen Preis gekauft werden. Weitere Mineralstoffe und Spurenelemente in Milch sind Phosphat, Magnesium, Zink, Jod und Fluorid. Zudem versorgt uns Milch mit Energie in Form von Zucker und Fett. Milch enthält zudem Laktose (Milchzucker), welcher bei laktoseintoleranten Menschen zu unangenehmen und meist schmerzhaften Symptomen führt. Die richtige Ernährung bei einer Laktoseintoleranz für sich zu finden kann eine Herausforderung sein, da viele laktoseintolerante Menschen dazu neigen einfach auf viele Lebensmittel zu verzichten. Weiter unten zeigen wir Ihnen wieso dies aber nicht zwingend notwendig ist.

Ist Milch nun gesund oder nicht?

Die Beantwortung dieser Frage ist nicht ganz einfach. An sich ist kein Lebensmittel gesund oder ungesund. Milch enthält eine Menge an Nährstoffen, die der Körper für eine normale Funktion benötigt. Aus diesem Grund empfehlen Ernährungsexperten Milch als Teil einer vollwertigen Ernährung. Immer wieder gerät Milch aber auch in Kritik. Es gibt hier und da vereinzelte Studien, die darauf hinweisen, dass Milch in erhöhtem Konsum zu Entzündungsreaktionen führen kann und auch eventuell den Alterungsprozess beschleunigen kann. Wissenschaftlich konnten diese Hypothesen allerdings nicht bestätigt werden. Der jetzige Stand der Forschung besagt weiterhin, dass Milch gut für die menschliche Gesundheit ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät den täglichen Verzehr von rund 250ml Milch pro Tag sowie zwei Scheiben Käse. Die DGE empfiehlt den Verzehr von fettarmer Milch, aber auch andere Varianten von Milch enthalten die wertvollen Nährstoffe. Milch sollte bloß eine Ergänzung der Ernährung ausmachen und nicht als Durstlöscher verwendet werden.

Milch und Milchprodukte trotz Laktoseintoleranz

Laktoseintolerante Menschen verzichten oftmals bewusst auf herkömmliche Milch und Milchprodukte, um die Beschwerden ihrer Laktoseintoleranz zu umgehen. An sich macht diese Lösung auch sehr viel Sinn, da es eine bestimmte Menge an Laktose benötigt, damit die Beschwerden überhaupt ausgelöst werden. Allerdings entsteht damit auch ein großer Verzicht. Nicht nur Milch und Milchprodukte enthalten Milchzucker. Vielen anderen Produkten wird Laktose aus verschiedenen Gründen hinzugefügt. Laktoseintolerante Menschen müssten somit auch auf viele Backwaren, abgepackte Wurstaufschnitte, Fertigprodukte, Soßen und andere Lebensmittel verzichten. Dabei kann es so einfach sein den Beschwerden der Laktoseintoleranz aus dem Weg zu gehen, ohne auf diese großen Mengen an Lebensmitteln zu verzichten. Es gibt hier zwei Möglichkeiten: entweder wird bewusst zu laktosefreien Produkten gegriffen, diese gibt es mittlerweile in jedem Discounter oder Supermarkt, oder herkömmliche Milch und Milchprodukte werden verzehrt und es werden zusätzlich Laktasetabletten eingenommen. Hier kann jeder nach eigenem Belieben entscheiden.

Calciummangel durch Laktoseintoleranz

Calciummangel durch Laktoseintoleranz

Calcium gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen im menschlichen Körper. Daher ist eine regelmäßige Aufnahme des Mineralstoffes auch so wichtig für unsere Gesundheit. Laktoseintolerante Menschen können viele calciumhaltige Nahrungsmittel aber nicht verzehren. In diesem Beitrag erklären wir wie ein Calciummangel durch Laktoseintoleranz vorgebeugt werden kann.

Calcium im menschlichen Körper

Der Mineralstoff Calcium wird im menschlichen Körper für eine Mehrzahl an Aufgaben benötigt. Der größte Teil des Calciums wird in Knochen und Zähnen gespeichert. Calcium sorgt aktiv für die Stabilität und Festigkeit der Knochen und Zähne. So beugt Calcium unter anderem Knochenbrüche vor. Ein weiteres Aufgabenfeld von Calcium ist die Reizübertragung in den Nervenzellen. Der Mineralstoff ist zudem an der Blutgerinnung und der Aktivierung einiger Enzyme und Hormone beteiligt.

Calcium und Laktose

Calcium ist wichtig für eine Vielzahl an lebenswichtigen Prozessen im menschlichen Körper. Daher ist eine ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff auch nötig, damit unser Körper seinen Aufgaben nachkommen kann. Der Mineralstoff wird in der Regel über die Nahrung aufgenommen. Bei einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit Calcium auch kein Problem. Calcium ist in großen Mengen vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Die Aufnahme dieser gehört zu einer regulären abwechslungsreichen und gesunden Ernährungsweise. Allerdings kann nicht jeder Milch und Milchprodukte in seine Ernährung integrieren. So zum Beispiel Menschen mit einer Laktoseintoleranz. Durch den Verzicht auf laktosehaltige Nahrungsmittel kann es bei einer Laktoseintoleranz zu einem Calciummangel kommen. Der Verzehr von laktosehaltigen Produkten ist für laktoseintolerante Menschen aber keine Alternative, da diese zu unangenehmen und schmerzhaften Beschwerden bei Betroffenen führen.

Calciummangel

Die Symptome eines Calciummangels sind nicht sehr eindeutig. Zu Anfang verläuft der Mangel meist ohne Beschwerden. In manchen Fällen tritt ein Kribbelgefühl an Händen und Füßen ein. Ein sehr häufig auftretendes Symptom eines Calciummangels ist die sogenannte Tetanie. Dabei handelt es sich um Krämpfe an Händen und Füßen. Bei schweren Calciummängeln kann der Herzschlag langsamer werden und im Extremfall kann es sogar zu einem Herzstillstand kommen. Weitere Anzeichen für einen Calciummangle sind Depressionen und Angstzustände. All diese Symptome sind allerdings nicht ein direkter Hinweis auf einen Mangel an Calcium. Es kann sich bei jedem der genannten Symptome auch um eine andere Erkrankung oder einen anderen Mangel handeln. Bei Verdacht auf einen Calciummangel sollte der Hausarzt benachrichtigt werden. Dieser kann anhand eines Bluttests herausfinden, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt oder ob etwas anderes der Auslöser für die Beschwerden ist.

Milchprodukte trotz Laktoseintoleranz

Da vor allem Milchprodukte eine große Menge an Calcium und anderer Nährstoffe enthalten, ist der Verzehr von diesen empfehlenswert. Für laktoseintolerante Menschen scheint dies aber keine Option zu sein. Hier kommt es allerdings auf das Milchprodukt an und dessen Laktosegehalt. Nicht jedes Milchprodukt enthält große Mengen an Milchzucker. Es gibt durchaus Milchprodukte, die von laktoseintoleranten Menschen vertragen werden. Hierzu zählen beispielsweise gereifte Käsesorten wie Parmesan oder Gouda. Auch wird Joghurt von vielen laktoseintoleranten Menschen problemlos vertragen. Hier heißt es selbst ausprobieren und testen welche Nahrungsmittel vertragen werden und welche nicht.

Pflanzliche Calciumquellen

Neben Milch und Milchprodukten liefern uns auch bestimmte pflanzliche Nahrungsmittel das lebenswichtige Calcium. Gemüsearten wie Brokkoli, Grünkohl und Rucola sind wichtige Calciumquellen für all diejenigen, die auf Milch und Milchprodukte verzichten. Reich an Calcium sind zudem Nüsse wie Haselnüsse und Paranüsse. Es gibt außerdem auch Mineralwasser, welches große Mengen an Calcium enthält. Die Menge an Calcium im Mineralwasser kann in der Regel dem Etikett der Flasche entnommen werden. Ab einem Calciumgehalt von 150 mg pro Liter gilt Mineralwasser als calciumreich. Eine ausreichende Versorgung mit Calcium kann aber auch noch schwer sein, wenn auf pflanzliche Calciumquellen zurückgegriffen wird. Bei einer Laktoseintoleranz können deshalb Nahrungsergänzungsmittel helfen, damit es zu keinem Calciummangel kommt.