Die richtige Ernährung bei Laktoseintoleranz

Die richtige Ernährung bei Laktoseintoleranz

Die Ernährung ist ein sehr umstrittenes Thema. Vor allem, wenn es um die richtige Ernährung bei diversen Lebensmittelintoleranzen geht. In diesem Beitrag möchten wir Sie desahlb über die richtige Ernährung bei Laktoseintoleranz informieren.

Die richtige Ernährung bei Laktoseintoleranz

Der Arzt hat eine Laktoseintoleranz bei mir festgestellt, wie ernähre ich mich jetzt entsprechend? Zur richtigen Ernährung bei Laktoseintoleranz ist zunächst zu sagen, dass es hier keine allgemeingültige richtige Ernährung für alle laktoseintoleranten Menschen gibt. Es spielen so viele Faktoren in das Thema Ernährung hinein, dass die richtige Ernährung nur selbst für sich gefunden werden kann. Nicht nur die Stärke der Laktoseintoleranz beeinflusst, wie wir uns ernähren, auch andere Lebensmittelallergien, Intoleranzen, ethische Bedenken und der eigene Geschmack, sind ausschlaggebend dafür, wie wir uns ernähren.

Laktosefreie Diät

Direkt nach der Diagnose sollten Betroffene zunächst komplett auf laktosehaltige Nahrungsmittel verzichten. So klingen die Beschwerden ab und der Körper kann sich ein wenig erholen. Nach dieser Erholungsphase sollten Sie langsam wieder Milchprodukte mit niedrigem Laktosegehalt in Ihre tägliche Ernährung integrieren. Wenn diese gut vertragen werden können, sollten Sie weitere Lebensmittel mit höherem Laktosegehalt wieder in Ihre Ernährung integrieren. So finden Sie heraus wie viel Milchzucker ihr Körper noch spalten kann. In der Regel können die meisten laktoseintoleranten Menschen nämlich noch eine gewisse Menge an Laktose spalten. Das Ganze sollte allerdings vorher mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Wer komplett auf Laktose verzichten will, sollte wissen in welchen Lebensmitteln der Milchzucker überhaupt enthalten ist.

Laktosehaltige Lebensmittel

Laktose ist ein natürlicher Bestandteil von Kuh-, Schafs, und Ziegenmilch. Daher enthalten auch die meisten Erzeugnisse aus Milch Milchzucker. Am meisten Milchzucker enthalten Produkte wie:

  • Vollmilch, entrahmte Milch und haltbare Milch
  • (Voll-)milchpuler, Magermilchpulver und Trockenmilch
  • Sahne, Schmand und Butter
  • Molke(-pulver) und Süßmolke(-pulver)

Dies sind allerdings nur die offensichtlichen Produkte, die Laktose enthalten. Aufgrund seiner praktischen Eigenschaften wird Milchzucker auch anderen Produkten hinzugefügt. Oftmals enthalten Fertigprodukte und Konserven Milch oder Milchpulver und somit auch Laktose. Ebenfalls ist sie in süßen Produkten wie Schokolade, Puddings und Keksen enthalten. Weitere Produktgruppen, denen Laktose hinzugefügt wird, sind Fleisch- und Wurstprodukte, Fertigsalate, Salatsoßen und Backwaren.

Ernährungsumstellung

Eine Ernährungsumstellung bei einer Laktoseintoleranz ist insoweit nötig, dass im Alltag nicht plötzlich Beschwerden auftreten, weil die betroffene Person laktosehaltige Lebensmittel zu sich genommen hat. Viele Betroffene denken, dass sie keinerlei Milchprodukte mehr zu sich nehmen können, da in diesen eine große Menge Milchzucker enthalten ist. Für einige Milchprodukte trifft dies auch zu, aber nicht für alle. Viele Hart- und Schnittkäsesorten enthalten durch ihren langen Reifeprozess wenig bis gar keine Laktose und werden deshalb auch von laktoseintoleranten Menschen gut vertragen. Auch kleinere Mengen Naturjoghurt werden von vielen Betroffenen gut vertragen. Hier muss jeder selbst ausprobieren was er verträgt und wie sein Körper auf die Kleinstmengen Milchzucker reagiert.

Laktosefreie Milch und Laktase-Tabletten

Eine Änderung der Ernährung ist nicht nötig, wenn Betroffene einer Laktoseintoleranz zu laktosefreien Alternativen oder Laktase-Tabletten greifen. Neben pflanzlichen Milchalternativen gibt es nämlich auch laktosefreie Kuhmilch. Bei dem Prozess normale Kuhmilch laktosefrei zu machen, wird ausschließlich der Milchzucker in der Milch in seine Bestandteile aufgespalten, damit laktoseintolerante Menschen sie vertragen können. Die enthaltenen Nährstoffe aus der Milch, wie das wichtige Calcium, gehen bei diesem Vorgang nicht verloren. Der einzige Unterschied zu herkömmlicher Milch ist, dass die laktosefreie Milch eben keinen Milchzucker mehr enthält und ein wenig süßlicher schmeckt. Mit der Hilfe von Laktase-Tabletten muss aber nicht einmal zu laktosefreier Milch gegriffen werden. Vor dem Verzehr von laktosehaltigen Nahrungsmitteln muss nur die Tablette genommen werden und die typischen Beschwerden der Intoleranz treten nicht auf. Hier sollte nur darauf geachtet werden, dass die Dosierung der Laktase-Tabletten der eigenen Ausprägung der Laktoseintoleranz angepasst wird.

Probiotika trotz Laktoseintoleranz

Probiotika trotz Laktoseintoleranz

Unser Darm muss täglich eine Reihe von wichtigen Aufgaben erledigen. Diesen Aufgaben kann er aber nur nachgehen, wenn wir uns auch entsprechend um ihn kümmern. Eine Möglichkeit für die Darmgesundheit zu sorgen, ist die Versorgung mit hilfreichen probiotischen Lebensmitteln. Bei einer Laktoseintoleranz ist der Verzehr von bestimmten Lebensmitteln allerdings nicht immer möglich. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen deshalb wie Sie trotz Laktoseintoleranz Probiotika zu sich nehmen können.

Darmgesundheit

Der Darm ist der Hauptteil unseres Verdauungssystems. Er wird unterteilt in den schlankeren Dünndarm und den breiteren Dickdarm. Unser Darm hat die Aufgaben der chemischen Zerlegung der Nahrung, die Aufnahme der Nahrungsbestandteile in den Körper und zuletzt die Ausscheidung der Nahrungsreste. Zudem produziert der Darm auch Hormone und stellt eine entscheidende Barriere für Krankheitserreger dar. Außerdem spielt er eine wichtige Rolle in der Regulation des Wasserhaushalts des Körpers. Damit der Darm auch all diesen Aufgaben nachkommen kann, ist es wichtig, dass er gesund gehalten wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir unsere Darmflora ausreichend unterstützen. Unsere Darmflora ist auf bestimmte Darmbakterien angewiesen. Rund tausend Milliarden Bakterien leben in unserem Darm, die zusammen rund ein Kilogramm wiegen.   

Was sind Probiotika?

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, vor allem Bakterien. Wir nehmen diese Probiotika hauptsächlich über unsere Nahrung auf. Probiotische Bakterien werden einigen Lebensmitteln zugesetzt, damit diese fermentieren können und so ihren typischen Geschmack erhalten. Probiotika sollten nicht mit Präbiotika verwechselt werden. Während probiotische Lebensmittel hilfreiche Darmbakterien enthalten, die der Darmgesundheit helfen, haben Präbiotika eine positive Wirkung auf bereits im Darm befindliche Mikroorganismen. Präbiotika sind unverdauliche Kohlenhydrate, die sich in bestimmten Gemüsepflanzen wie Chicorée oder Schwarzwurzeln finden lassen. Präbiotika dienen guten Bakterien im Darm als Nahrungsquelle und fördern somit deren Überlebensfähigkeit.

In welchen Lebensmitteln lassen sich Probiotika finden?

Wenn Sie an probiotische Lebensmittel denken, kommen Ihnen vermutlich erst einmal Joghurt und andere Milchprodukte in den Sinn. Damit liegen Sie auch genau richtig. Speziell Joghurt enthält Probiotika durch Milchsäurebakterien. Der Verzehr von Joghurt unterstützt deshalb eine gesunde Darmflora. Ein weiteres probiotisches Milchprodukt ist Kefir. Anders als beim Joghurt werden der Milch hier zusätzlich zu den Milchsäurebakterien auch die sogenannte Kefirknolle hinzugefügt. Dies ist ein Milchpilz, der neben Bakterien auch Hefe enthält. Neben probiotischen Milchprodukten gibt auch probiotische Lebensmittel aus pflanzlicher Quelle. Zu diesen gehört beispielsweise Sauerkraut. Sauerkraut entsteht durch die Fermentation von Weiß- oder Spitzkohl, welchen Milchsäurebakterien zugesetzt werden. Sauerkraut enthält neben den probiotischen Milchsäurebakterien auch eine große Menge an Vitamin B12, Vitamin C und Ballaststoffen. Probiotika gibt es auch in trinkbarer Form. Kombucha ist ein fermentierter Tee aus Kräuter- oder Schwarztee. Ihm wird der sogenannte Kombucha-Pilz hinzugefügt. Allerdings ist nur frischer Kombucha probiotisch.

Probiotika trotz Laktoseintoleranz

Obwohl die beliebtesten probiotischen Lebensmittel Milchprodukte sind, können sie oftmals auch von laktoseintoleranten Menschen gut vertragen werden. Der Grund dafür ist, dass die Milchsäurebakterien, die dem Lebensmittel die probiotische Wirkung verleihen, gleichzeitig dafür sorgen, dass die Lebensmittel laktosefrei werden. Komplett frei von Laktose sind Joghurt und Kefir natürlich nicht, aber da sie weitaus weniger Laktose enthalten als beispielsweise Sahne oder Schmand, können viele Menschen mit Laktoseintoleranz sie trotzdem vertragen. Wer aber bereits beim Verzehr von Joghurt oder Kefir die typischen Symptome der Laktoseintoleranz verspürt, kann ganz einfach auf die pflanzlichen probiotischen Lebensmittel umsteigen. So muss die Darmgesundheit trotz Laktoseintoleranz nicht vernachlässigt werden und Probiotika können ganz einfach mit der Nahrung aufgenommen werden.

Darmfreundliche Ernährung

Ein gesunder Darm braucht aber mehr als nur probiotische Lebensmittel. Zu einer darmfreundlichen Ernährung gehören auch ballaststoffreiche Kost mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Was Sie auch nicht vergessen dürfen ist regelmäßiges Trinken. Am besten sind hier rund 1,5 – 2 Liter pro Tag. Wer viel Sport treibt und somit auch mehr schwitzt, sollte seine Flüssigkeitszufuhr dementsprechend anpassen. Für eine gute Verdauung und Darmgesundheit ist auch Bewegung sehr entscheidend. Die Darmgesundheit kann stark von Lebensmittelintoleranzen beeinflusst werden, vor allem, wenn die Intoleranz von der betroffenen Person ignoriert wird oder die Intoleranz ohne Diagnose bleibt.

Die verschiedenen Milchsorten

Die verschiedenen Milchsorten

Milch ist nicht gleich Milch. So unterscheidet sich nicht nur die Herkunft der Milch, sondern auch ihre Weiterverarbeitung. Die Weiterverarbeitung hat nämlich Einfluss auf den Geschmack und die Haltbarkeit der Milch. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen worin sich die verschiedenen Milchsorten unterscheiden.

Was ist Milch?

Unsere Supermärkte sind voller verschiedener Milchsorten. Verbraucher stehen hier vor der Qual der Wahl. Oftmals wissen wir gar nicht was die vielen verschiedenen Bezeichnungen für Milch überhaupt bedeuten. Welche Unterschiede gibt es zwischen Rohmilch und Frischmilch?  Was sagt der Fettgehalt über die Milch aus? Enthält haltbare Milch überhaupt noch Vitamine? All diesen Fragen wollen wir in diesem Beitrag nachgehen. Aber bevor wir uns mit diesen Fragen befassen, wollen wir zunächst die Frage klären, was Milch überhaupt ist. Jedes weibliche Säugetier produziert Milch, um seine Nachkommen zu ernähren. Die Milch, die wir in der westlichen Hemisphäre regelmäßig verzehren, stammt in der Regel von Kühen. In manchen Fällen auch von Ziegen oder Schafen. Da es einige Menschen gibt, die Milch aus diversen Gründen nicht zu sich nehmen können oder wollen, gibt es mittlerweile auch pflanzliche Alternativen zu Milch.

Unterschied 1: Die Haltbarkeit

Ein klarer Unterschied zwischen den verschiedenen Milchsorten ist die Haltbarkeit. Milch wird mit der Hilfe verschiedener Erhitzungsverfahren haltbar gemacht. Ihre natürlichen Nährstoffe behält die Milch zum Großteil auch während der verschiedenen Verarbeitungsverfahen bei. Es wird zwischen mehreren Haltbarkeitsstufen unterschieden:

Rohmilch:

Die Rohmilch stammt direkt von der Kuh und ist unbehandelte Milch. Sie wird direkt nach dem Melken auf 4 bis 6 Grad Celsius heruntergekühlt. Da diese Form der Milch keine größeren Verarbeitungsprozesse durchläuft, enthält sie den vollen Gehalt an Nährstoffen. Allerdings enthält Rohmilch oftmals Krankheitserreger. Deshalb sollte sie vor dem Verzehr erhitzt werden. In der Regel enthält Rohmilch 3,5 – 5 Prozent Fett und ist 2 – 3 Tage haltbar. Rohmilch darf nur am Ort der Milcherzeugung direkt abgegeben werden.

Frischmilch:

Frischmilch ist pasteurisierte Milch. Der Prozess der Pasteurisierung geschieht hierbei durch eine Kurzzeiterhitzung der Milch von 15 – 30 Sekunden auf rund 75 Grad Celsius. Der Grund für die Erhitzung ist das Abtöten von Keimen. Jede deutsche Molkerei muss ihre Milch pasteurisieren. Nach dem Erhitzen ist der nächste Schritt das Herunterkühlen der Milch. So bleibt diese Milchsorte bis zu einer Woche haltbar. Der Geschmack und die Vitamine bleiben bei dieser Form der Verarbeitung zum Großteil erhalten.

ESL-Milch:

ESL-Milch ist Milch, die länger frisch bleibt. Der Name ist eine Abkürzung aus dem Englischen „Extended Shelf Life“. Auf Deutsch bedeutet das: „längere Haltbarkeit im Regal“. Diese Form der Milch wird für mehrere Sekunden auf 120 Grad Celsius erhitzt, anschließende homogenisiert und abgekühlt. So hält sich die Milch bis zu drei Wochen.

H-Milch:

H-Milch ist Milch, die durch Pasteurisierung länger haltbar gemacht wird. Bei der Pasteurisierung wird die Milch für einige Sekunden auf über 140 Grad Celsius erhitzt. Durch die Erhitzung werden Keime und Bazillensporen abgetötet. Bei diesem Vorgang werden allerdings auch einige Vitamine abgebaut, die der großen Hitze nicht standhalten konnten. Komplett ohne Nährstoffe ist haltbare Milch aber nicht. Sie enthält nur weniger Vitamine als beispielsweise Roh- oder Frischmilch. Durch den Prozess der Pasteurisierung hat diese Form der Milch aber den klaren Vorteil, dass sie über mehrere Monate haltbar ist.

Unterschied 2: Der Fettgehalt

Ein weiterer Faktor, der die verschiedenen Milchsorten unterscheidet, ist ihr Fettgehalt. Während die Haltbarkeit der Milch nichts über ihren Geschmack aussagt, so hat der Fettgehalt doch direkten Einfluss auf den Geschmack der Milch. Mit der Hilfe verschiedener Prozesse wird der Fettgehalt der Milch reduziert. Verbraucher haben hier die freie Wahl welchen Fettgehalt sie in ihrer Milch bevorzugen:

Vollmilch:

Vollmilch ist Milch, die auch nach der Wärmebehandlung ihren gesamten Gehalt an Fett beibehält. Bei Kuhmilch ist das ein Fettgehalt von 3,5 Prozent. Vollmilch stammt niemals direkt von der Kuh, sondern ist immer wärmebehandelt.

Fettarme Milch:

Fettarme Milch ist Milch mit einem Fettgehalt zwischen 1,5 und 1,8 Prozent. Der Fettgehalt wird mit Hilfe eines Schleuderprozesses eingestellt. Eine spezielle Zentrifuge trennt den fetten Teil der Milch, den Rahm, vom flüssigen Teil ab. Anschließend wird nach Belieben wieder so viel Rahm zugefügt, bis der gewünschte Prozentsatz erreicht ist. Fettarme Milch heißt deshalb auch oftmals teilentrahmte Milch.

Nährstoffmangel durch Verzicht auf Milch

Nährstoffmangel durch Verzicht auf Milch

Menschen mit Laktoseintoleranz verzichten oftmals auf Milch und Milchprodukte, damit sie nicht unter den Beschwerden der Intoleranz leiden müssen. Dabei vergessen sie aber häufig, dass Milch sehr gesund ist und uns wichtige Nährstoffe liefert. In diesem Blogbeitrag wollen wir Ihnen deshalb erklären, ob es zu einem Nährstoffmangel durch den Verzicht auf Milch und Milchprodukte kommen kann.

Nährstoffe in Milch

Milch und Milchprodukte sind vor allem für ihren hohen Gehalt an Calcium bekannt und sind deshalb der Hauptlieferant dieses Mineralstoffes für die meisten Menschen. Aber Milch enthält weitaus mehr Nährstoffe als nur Calcium. Vor allem der Anteil an Eiweiß sticht in Milch hervor. Milch ist nämlich nicht nur eine der billigsten Eiweißquellen, sondern sie ist auch eine biologisch sehr hochwertige Quelle. Die Kombination aus Milchprodukten und pflanzlichen Lebensmitteln wie Brot oder Kartoffeln erhöht die Wertigkeit des Eiweißes zusätzlich. Die Nährstoffdichte von Milch variiert je nach Art der Milch.

Hier ein Überblick darüber welche Inhaltsstoffe sich in 100 ml Vollmilch befinden:

Anteil Flüssigkeit und Makronährstoffe:

  • 87,2 g Wasser
  • 4,5 g Kohlenhydrate (Milchzucker)
  • 3,3 g Eiweiß
  • Zwischen 3,5 – 3,8 g Fett

Mineralstoffe und Spurenelemente:

  • 120 mg Calcium
  • 92 mg Phosphat
  • 12 mg Magnesium
  • 400 µg Zink
  • ~ 3,3 µg Jod
  • ~  17 µg Fluorid

Vitamine:

  • 31 µg Vitamin A
  • 180 µg Vitamin B2
  • 0,4 µg Vitamin B12
  • 0,06 µg Vitamin D
  • 5 µg Folsäure

Nährstoffmangel durch Verzicht auf Milch und Milchprodukte

So nahrhaft Milch und Milchprodukte auch sind, nicht jeder hat die Möglichkeit sie in ihren täglichen Speiseplan zu integrieren. Menschen mit Laktoseintoleranz beispielsweise verzichten oftmals auf Erzeugnisse aus Milch, da der Verzehr zu unangenehmen Beschwerden führt. Noch härter trifft es da nur Menschen mit einer Milcheiweißallergie. Bei ihnen kann der Verzehr von Milchprodukten, die Milcheiweiß enthalten, einen anaphylaktischen Schock auslösen, der im allerschlimmsten Fall tödlich enden kann. Daher müssen sie komplett auf Milch und Milchprodukte verzichten. Die meisten der oben genannten Nährstoffe erhalten wir aber nicht nur durch Milch, sondern auch durch den Verzehr unterschiedlicher pflanzlicher Lebensmittel. Ein Nährstoffmangel vieler Vitamine und Mineralstoffe ist eher unwahrscheinlich beim Verzicht auf Milch und Milchprodukte. Nur auf den Calciumbedarf sollte vermehrt geachtet werden, wenn Milch aus dem Speiseplan gestrichen wird. Eine Deckung ist aber auch ohne Milch und Milchprodukte möglich.

Calciumdeckung ohne Milchprodukte

Die Versorgung des täglichen Bedarfs an Calcium ist auch ohne Milch und Milchprodukte möglich. Milch und Milchprodukte gelten zwar aus gutem Grund als der Hauptlieferant von Calcium, aber es gibt auch andere Lebensmittel, die Calcium enthalten. So liefern uns beispielsweise bestimmte Gemüsearten wie Brokkoli, Spinat oder Grünkohl eine beachtliche Menge an Calcium. Nüsse wie Haselnüsse oder Paranüsse sind auch reich an dem Mineralstoff. Neben diesen Quellen gibt es auch Mineralwasser, welches Calcium enthält. Mineralwasser gilt als calciumreich ab einem Gehalt von 150 mg Calcium pro Liter Mineralwasser.

Milchverzicht nicht notwendig

Den Calciumbedarf ganz ohne Milch und Milchprodukte zu decken ist zwar möglich, aber nicht unbedingt sehr leicht. Glücklicherweise müssen die meisten laktoseintoleranten Menschen gar nicht auf alle Milchprodukte verzichten. Sie vertragen meist bestimmte Milchprodukte wie Joghurt oder gereifte Käsesorten wie Emmentaler, Parmesan und Gouda. In diesen Produkten ist die Laktose weitestgehend abgebaut und somit verträglich für Menschen mit einer Milchzuckerintoleranz. Eine andere Möglichkeit, um ausreichend Calcium aufzunehmen, ist die Einnahme von Laktase-Tabletten. So können auch laktoseintolerante Menschen reguläre Milch und Milchprodukte zu sich nehmen. Die Laktase-Tabletten sorgen dafür, dass die Laktose ohne Beschwerden verdaut werden kann. Allerdings muss die Tablette vor jeder laktosehaltigen Mahlzeit eingenommen werden. Auf eine Depotwirkung bei Laktase-Tabletten kann sich nämlich nur bedingt verlassen werden. Mehr zur Depotwirkung erfahren Sie unter https://lactose-intolerant.de/depotwirkung-fuer-laktase-tabletten/.

Laktosefrei Kochen

Laktosefrei Kochen

Nahrungsmittelintoleranzen können uns im Alltag stark einschränken, so auch beim Kochen unserer Mahlzeiten. In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen daher zeigen, wie Sie Ihre Lieblingsrezepte laktosefrei Kochen können und geben Ihnen einen Rezeptvorschlag für eine herbstliche Nachspeise.

Unangenehme Überraschungen vermeiden

Menschen mit einer Laktoseintoleranz haben es nicht nur bei Restaurantbesuchen schwierig, auch die Zubereitung von Gerichten zuhause kann eine wahre Herausforderung darstellen. Sie müssen hier nämlich darauf achten, dass die Produkte, die sie verwenden auch keine Laktose enthalten. Ansonsten kommt es zu unangenehmen Beschwerden. Laktoseintolerante Menschen sollten bereits beim Einkauf ihrer Lebensmittel auf die Zutatenliste schauen. Laktose verbirgt sich nämlich auch hinter Begriffen wie Molke, Molkepulver, Magermilchpulver und Vollmilchpulver. So können mit ein bisschen Sorgfalt unangenehme Überraschungen gezielt vermieden werden.

Laktosefreie Rezepte

Wie der Name bereits andeutet, verzichten laktosefreie Rezepte auf Zutaten, die Laktose enthalten. Bis vor einigen Jahrzehnten war das laktosefreie Kochen eine wirkliche Herausforderung, da Milchprodukte nicht einfach ersetzt werden konnten. Heute gibt es in unseren Supermärkten aber eine so große Auswahl an Alternativprodukten für verschiedene Nahrungsmittelintoleranzen, dass niemand mehr auf sein Lieblingsgericht verzichten muss. Auch für Milchprodukte gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Ersatzprodukten. Mehr über diese Ersatzprodukte können Sie unter https://lactose-intolerant.de/milchersatzprodukte-bei-laktoseintoleranz/ nachlesen.

Natürlich laktosefreie Produkte

Produkte aus Milch enthalten von Natur aus Milchzucker. Eine Ausnahme stellen hierbei Hart- und Schnittkäse dar. Diese sind durch ihren langen Reifeprozess nahezu laktosefrei. Zu diesen natürlich laktosefreien Käsesorten gehören unter anderem Parmesan, Appenzeller, Bergkäse, Cheddar und Gouda. Die restliche Laktose in diesen Käsesorten ist so gering, dass auch laktoseintolerante Menschen sie ohne Probleme verdauen können. Laktoseintolerante Menschen müssen daher bei diesen Käsesorten nicht auf Alternativen umsteigen.

Was ist zu beachten beim laktosefreien Kochen?

Viele Produkte in normalen Rezepten können Sie durch laktosefreie Alternativen beim Kochen und Backen ersetzen. Die Produkte können meist in der gleichen Menge wie in der Zutatenliste angegeben, ausgetauscht werden. Je nachdem welches Ersatzprodukt Sie verwenden, kann es allerdings zu unterschiedlichen Konsistenzen und einem anderen Geschmack kommen. Vor allem Ersatzprodukte auf pflanzlicher Basis verhalten sich in der Zubereitung anders als tierische Milch und Milchprodukte. Eine andere Möglichkeit ist der Gebrauch von laktosefreier Milch und Milchprodukten. Hierbei handelt es sich um Milch, bei welcher die Laktose bereits in ihre Bestandteile gespalten wurde. Dadurch schmeckt die Milch etwas süßlicher, aber ist besser bekömmlich. Laktosefrei Kochen kann sehr einfach sein, solange Sie sich an diese Tipps halten.

Rezeptvorschlag: Laktosefreier Milchreis

Gerade jetzt im Herbst sind warme Nachspeisen beliebt. Wenn Sie unter einer Laktoseintoleranz leiden, können diese Nachspeisen allerdings ein wahres Hindernis sein. Aber selbst Gerichte, die eigentlich voller Laktose stecken, können Sie so abwandeln, dass jede laktoseintolerante Person sie vertragen kann. Heute zeigen wir Ihnen wie Sie selbst Milchreis laktosefrei kochen können. Anstatt laktosehaltiger Milch kann hier nämlich ganz einfach auf Ersatzprodukte zurückgegriffen werden. Je nachdem welches Ersatzprodukt Sie nutzen, sollten Sie darauf achten, dass pflanzliche Drinks teilweise selbst einen Eigengeschmack haben, welcher sich auch im fertigen Milchreis zeigen wird. Dies ist beispielsweise der Fall bei Ersatzprodukten auf Kokos-Basis. Hier empfehlen sich andere pflanzliche Drinks aus Mandeln oder Hafer besser, da sie keinen starken Eigengeschmack haben.

Zutaten für 4 Portionen:

250         g             Milchreis

500         ml           Milch-Alternative (laktosefreie Milch oder Drink auf pflanzlicher Basis)

1             TL           Vanillezucker (alternativ zum Süßen ist auch die Verwendung von Honig möglich)

Zubereitung:

Zunächst müssen der Milchreis, die Milch-Alternative und der Vanillezucker zusammen in einem Topf aufgekocht werden. Dabei muss die ganze Zeit sorgfältig umgerührt werden. Nachdem der Milchreis aufgekocht hat, sollte er auf niedriger Stufe 20 Minuten köcheln. Auch jetzt sollten Sie noch häufig umrühren, da der Milchreis ansonsten am Topfboden ansetzt. Nach Ablauf der 20 Minuten, den Topf von der Herdplatte nehmen und 10 weitere Minuten mit Deckel ziehen lassen. Für einen Hauch von Herbst im Milchreis können Sie Zimt und Zucker hinzugeben.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!