Laktoseintoleranz und Reizdarm-Syndrom im Vergleich

Laktoseintoleranz und Reizdarm-Syndrom im Vergleich

Manche Erkrankungen ähneln sich in vielerlei Hinsicht, sind aber trotzdem nicht das Gleiche. Dies gilt beispielsweise für die Laktoseintoleranz und das Reizdarm-Syndrom. In diesem Beitrag vergleichen wir die beiden.

Die Hauptunterschiede

Laktoseintoleranz und das Reizdarm-Syndrom haben oft ähnliche Symptome wie Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen. Das heißt aber trotzdem nicht, dass diese zwei ähnliche Ursprünge haben. Die Symptome der Laktoseintoleranz treten nach dem Verzehr von laktosehaltigen Produkten auf. Für das Reizdarm-Syndrom trifft das nicht zu. Das Reizdarm-Syndrom kann eine ganze Bandbreite an Symptomen haben, weshalb die Diagnose auch schwieriger ist. Zu den Symptomen zählen zwar ebenfalls Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen, manchmal auch Verstopfung, aber diese treten eher willkürlich auf und nicht unbedingt nach dem Verzehr eines speziellen Lebensmittels. Das Reizdarm-Syndrom hat verschiedene Auslöser, wie bestimmte Nahrungsmittel, Stress oder Angstzustände. Laktosehaltige Nahrungsmittel können ebenfalls die Symptome vom Reizdarm-Syndrom auslösen, aber das heißt nicht zwangsweise, dass die betroffene Person auch laktoseintolerant ist.

Unterschiede in der Behandlung

Bei der Behandlung von Laktoseintoleranz und dem Reizdarm-Syndrom gibt es klare Unterschiede. Da eine Laktoseintoleranz keine Krankheit ist, sondern bloß eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, gibt es auch keine wirkliche Behandlung. Eine Ausnahme ist allerdings die sekundäre Laktoseintoleranz. Bei dieser Bedarf es meist einer Behandlung. Eine primäre Laktoseintoleranz ist jedoch ein natürlich vorkommendes Phänomen. Die Beschwerden können hier nur eingestellt werden, wenn entweder auf laktosehaltige Nahrungsmittel verzichtet wird oder Laktase-Tabletten vor dem Verzehr von laktosehaltiger Nahrungsmittel eingenommen werden. Die Behandlung des Reizdarm-Syndroms ist nicht so einfach. Manchen Betroffenen helfen bereits kleine Veränderungen der Ernährung und des Lebensstils. Betroffenen helfen oftmals:

  • Ballaststoffreichere Ernährung
  • Mehr Bewegung und Sport
  • Reduzierung von Stress
  • Vermeidung von bestimmten Lebensmitteln

Zusätzlich erhalten Betroffene auch Medikamente, die dabei helfen sollen, die auftretenden Symptome unter Kontrolle zu bekommen.

Risiko für Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz gehört zu den herkömmlichsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der Großteil der erwachsenen Weltbevölkerung ist betroffen von einer Laktoseintoleranz. Säuglinge werden mit der Fähigkeit geboren Milchzucker verdauen zu können. Im Laufe des Heranwachsens verliert sich diese Fähigkeit allerdings bei den meisten Menschen und sie werden laktoseintolerant. Aufgrund einer Genmutation sind viele Menschen, deren Vorfahren aus Nordeuropa stammen, auch als Erwachsene dazu in der Lage Laktose ohne Probleme zu verdauen. Aus diesem Grund ist es wahrscheinlicher unter einer Laktoseintoleranz zu leiden, wenn die Vorfahren aus dem asiatischen oder afrikanischen Raum stammen. Zudem erhöht sich das Risiko eine Laktoseintoleranz zu erhalten, je älter wir werden. Menschen, die ihr Leben lang Laktose verdauen konnten, haben oftmals plötzlich im hohen Alter Probleme mit der Verdauung des Milchzuckers.

Reizdarm-Syndrom und Laktoseintoleranz

Da das Reizdarm-Syndrom und eine Laktoseintoleranz zwei völlig unterschiedliche Verdauungsstörungen sind, ist es durchaus möglich sowohl laktoseintolerant zu sein wie auch am Reizdarm-Syndrom zu leiden.

Verwechslungsgefahr

Sowohl bei der Laktoseintoleranz wie auch beim Reizdarm-Syndrom kann es zur Verwechslung mit anderen Unverträglichkeiten oder Krankheiten kommen. Die Laktoseintoleranz wird oftmals mit einer Milcheiweißallergie verwechselt oder anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Hier empfiehlt es sich ein Symptom-Tagebuch zu führen, um bereits für sich selbst festzustellen nach welchen Lebensmitteln bestimmte Beschwerden auftreten. Die Verwechslungsgefahr beim Reizdarm-Syndrom ist sogar noch höher. Da die Beschwerden unspezifisch sind und unregelmäßig auftreten, ist das Reizdarm-Syndrom nicht die einzige Krankheit, die hier in Frage kommen kann. Andere Ursachen für die gleichen Beschwerden können entzündliche Darmerkrankungen, wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, Magen-Darm-Infektionen oder auch Eierstockkrebs sein. Aus diesem Grund ist ärztliche Abklärung hier sehr wichtig. Der Arzt kann genau feststellen, ob es sich um Laktoseintoleranz, Reizdarm-Syndrom oder eine andere Erkrankung handelt.

Milchzucker in Proteinprodukten

Milchzucker in Proteinprodukten

Proteinprodukte werden immer trendiger. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Lebensmitteln im Handel, die speziell mit Eiweiß angereichert wurden. Diese Lebensmittel sind teilweise für Menschen mit Laktoseintoleranz ungeeignet. In diesem Beitrag informieren wir Sie über Milchzucker in Proteinprodukten.

Eiweiß und Leistungssport

Eiweiß (Protein) ist ein lebenswichtiger Makronährstoff, den wir täglich zu nehmen sollten. Der Durchschnittsmensch benötigt 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht. Dies ist ein grober Richtwert, an dem sich Menschen, die keinen Leistungssport betreiben, orientieren können. Sportler sollten zwischen 1,4 und 1,6 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Eiweiß ist besonders wichtig für den Muskelaufbau. Rund 20 Prozent eines Muskels besteht aus Eiweiß. Die tägliche Zufuhr von Eiweiß ist deshalb essenziell für den Aufbau von Muskelmasse. Während früher beinahe ausschließlich Leistungssportler mehr Eiweiß durch ihre Nahrung zu sich nehmen wollten, sind es heute auch Hobbysportler, die die tägliche Extraportion Eiweiß zu sich nehmen wollen.

Nachfrage und Angebot steigen

Es gibt eine immer größere Nachfrage nach Produkten, die zusätzliches Eiweiß enthalten. Der Markt kommt dieser Nachfrage natürlich nach und bietet ein immer größeres Angebot an Proteinprodukten an. Dabei sind es nicht mehr nur Leistungssportler, die auf die Extraportion Eiweiß angewiesen sind. Es herrscht viel eher ein Irrglaube in der Gesellschaft, dass mehr Protein und direkt gesünderes Produkt bedeutet. Das stimmt so nicht. Natürlich sind Menschen auf Eiweiß angewiesen, ohne Eiweiß kann der Körper wichtigen Funktionen nicht nachgehen. Aber eine übermäßige Zufuhr an Eiweiß ist nicht nur unnötig, sondern kann auch gesundheitsschädlich sein.

Die Auswirkungen von zu viel Eiweiß

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es Hinweise darauf, dass eine zu große tägliche Eiweißzufuhr in der Schwangerschaft dazu führen kann, dass das Risiko des Kindes für Übergewicht steigt. Auch kann die Säuglingsmilchnahrung bei Neugeborenen zu einer Vergrößerung der Nieren führen. Dies aber nur, wenn der Eiweißgehalt in der Säuglingsmilchnahrung deutlich erhöht ist und dem Säugling auch eine große Menge der Nahrung zugefüttert wird. Die derzeitige Datenlage sieht bisher noch keinen Zusammenhang zwischen der Nierenfunktion und einer erhöhten Proteinzufuhr bei gesunden Erwachsenen. Eine sehr akute Auswirkung von einer erhöhten Proteinzufuhr, auch bei normalerweise gesunden Erwachsenen, ist Verstopfung. Eine Diät, die aus viel Eiweiß, aber wenigen Ballaststoffen besteht, führt nachweislich zu Verstopfung.

Milchzucker in Proteinprodukten

Die meisten Proteinprodukte, die es derzeit im Handel gibt, sind auf Milchbasis. An sich stellt das kein Problem dar, aber nur für Menschen, die Milch und Milchprodukte problemlos verdauen können. Laktoseintolerante Menschen haben diesen Luxus nicht. Der Milchzucker in den Proteinprodukten kann bei laktoseintoleranten Menschen zu den typischen Beschwerden der Laktoseintoleranz führen. Zu diesen gehören Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Es ist aber an sich sehr einfach diese Beschwerden zu umgehen und trotzdem ausreichend Eiweiß aufzunehmen. Spezielle Proteinprodukte sind dafür nicht nötig.

Die Extraportion Eiweiß

Viele Menschen sind der Meinung, dass sie durch ihre normale Ernährung nicht genügend Eiweiß zu sich nehmen können. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) brauchen gesunde Menschen, die keinem Leistungssport nachgehen, keine speziellen Produkte mit angereichertem Protein. Die meisten Menschen werden bereits über ihre normale Ernährung mit ausreichend Eiweiß versorgt. Zudem sind speziell mit Eiweiß angereicherte Produkte dadurch nicht zwangsweise gesünder. Viele dieser Produkte enthälten zusätzlich zu dem Eiweiß auch noch viel Zucker und Fett. Es lohnt sich deshalb immer die Zutatenliste von Produkten zu lesen.

Natürliche Eiweißquellen

Es gibt viele natürliche Eiweißquellen, die auch von Menschen mit einer Laktoseintoleranz vertragen werden können. Selbst Eiweißquellen, die auf Milchbasis basieren, können teilweise von laktoseintoleranten Menschen vertragen werden. Beispielsweise vertragen Menschen mit Laktoseintoleranz Quarkspeisen sehr gut. Quark ist ein recht laktosearmes Milchprodukt. Aber auch auf andere eiweißreiche Lebensmittel muss nicht verzichtet werden, nur weil sie Laktose enthalten. Laktasetabletten helfen dabei herkömmliche Milchprodukte zu verzehren.  

Ernährungs-Apps und was sie bringen

Ernährungs-Apps und was sie bringen

Apps sind inzwischen nicht mehr nur dar zum Zeitvertreib, sondern können auch im Alltag behilflich sein. So unter anderem auch in Sachen Ernährung. In diesem Beitrag informieren wir Sie über Ernährungs-Apps und was sie bringen.

Der Markt boomt

Ernährungs-Apps sind ein Trend, welcher sich seit Jahren anbahnt und immer mehr Menschen erreicht. Diese Apps gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Manche helfen beim Kalorienzählen, andere informieren über Inhaltsstoffe von Lebensmitteln. Der Verbraucher hat hier eine sehr große Auswahl. Die Apps sollen den Alltag vereinfachen und den Verbrauchern aufzeigen, wenn ein Lebensmittel besonders viele ungesunde Inhaltstoffe enthält oder eventuell sogar Allergene, die der Verbraucher nicht verträgt. Diese Informationen können in den Apps hinterlegt werden. Offensichtlich ist die Nachfrage nach diesen Apps vorhanden und deshalb gibt es auch immer mehr von ihnen. Auch der plötzliche Anstieg von Nahrungsmittelunverträglichkeiten scheint hier eine Rolle zu spielen. Aber gibt es wirklich immer mehr Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder ist dies bloß ein Mythos?

Anstieg der Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Es scheint als würde es immer mehr Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten geben. Die Zahl der tatsächlich gemeldeten Fälle beim Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) hat sich in den letzten Jahren aber nicht überproportional verändert. Der Grund, warum es diesen Anschein gibt, liegt, darin, dass sich Menschen heute mehr mit Ernährung und möglichen Unverträglichkeiten auseinandersetzen. Da sie dieses Wissen besitzen, führen sie körperliche Beschwerden öfter auf bestimmte Lebensmittel zurück. Oftmals erfolgt hier auch keine ärztliche Diagnose, sondern es bleibt bei der Selbstdiagnose.

Selbstdiagnose und ihre Folgen

Die Folge von Selbstdiagnosen bei Nahrungsmittelintoleranzen ist, dass immer mehr Menschen in Supermärkten zu Produkten greifen, die frei von einem bestimmten Lebensmittelbestandteil sind. Zudem greifen auch Menschen zu den „frei von…“-Produkten, weil sie in dem Irrglauben sind, dass diese Produkte allgemein gesünder sind. Einen Mehrwert haben sie dadurch nicht. Laktosefreie oder glutenfreie Produkte sind nur gesünder für Menschen, die wirklich unter einer Unverträglichkeit leiden. Tatsächlich sind Lebensmittel, die speziell für Menschen mit bestimmten Unverträglichkeiten hergestellt wurden auch um einiges teurer als die herkömmliche Variante des Produkts. Sollten Sie unter keiner ärztlich bestätigten Unverträglichkeit leiden, können Sie Ihr Geld sparen und die herkömmliche Variante des Produkts kaufen.

Kritik an Ernährungs-Apps

Es gibt mehrere Gründe dafür wieso Ernährungs-Apps nicht unbedingt vertrauenswürdig sind. Für Allergiker ist vor allem die Aktualität der Daten wichtig. Die Lebensmittelindustrie ist im ständigen Wandel und Zutatenlisten verändern sich schnell und häufig. Ernährungs-Apps haben keinerlei Verantwortung Konsumenten gegenüber und müssen daher auch nicht auf dem neuesten Stand sein. Menschen, die bereits auf winzige Lebensmittelbestandteile allergisch reagieren, sollten deshalb immer das Produktetikett lesen. Die Zutatenliste muss Allergene genau auflisten. Meist sind diese sogar hervorgehoben in der Zutatenliste, damit sie nicht überlesen werden.

Unverträglichkeit ist nicht gleich Unverträglichkeit

Die Unvollständigkeit der App-Datenbanken ist aber nicht der einzige Grund wieso diese Apps mit Vorsicht genutzt werden sollten. Gerade bei Lebensmittelintoleranzen reagieren Betroffene sehr unterschiedlich stark auf bestimmte Lebensmittel. Während es bei den meisten laktoseintoleranten Menschen ab 5 mg Laktose pro 100 g zu ersten Beschwerden kommt, gibt es auch Menschen, die bereits ab viel kleineren aber auch viel größeren Mengen anfangen zu reagieren. So detailliert sind die Apps aber nicht und zeigen jedes Lebensmittel, welches Laktose enthält, als unverträglich an.

Ärztliche Absprache entscheidend

Statt der Nutzung von etlichen Ernährungs-Apps sollten sich Menschen, die sich Gedanken um ihre Ernährung machen, an einen Arzt wenden und diese Sorgen besprechen. Der Arzt kann dann näher auf die Sorgen eingehen und entsprechende Empfehlungen geben oder Untersuchungen anordnen. Ernährungs-Apps sind kein Ersatz für ein ärztliches Fachgespräch. Oftmals steckt hinter den Apps nämlich kein fundiertes Fachwissen, sondern nur kommerzielles Interesse.

Alternativen zu Milch

Alternativen zu Milch

Milch ist Teil der täglichen Ernährung vieler Menschen. Aber immer mehr Menschen verzichten auf tierische Milch. Für diese Menschen gibt es gute pflanzliche Alternativen. In diesem Beitrag erfahren Sie welche Alternativen zu Milch es überhaupt gibt und durch was sie sich auszeichnen.

Was spricht gegen den Konsum von Milch?

Für die meisten Konsumenten ist der Kauf von tierischer Milch eine Selbstverständlichkeit, weil Milch einfach zum täglichen Speiseplan gehört. Gegen den Konsum von Milch sprechen aber vor allem ethische Bedenken der Konsumenten und bestimmte Unverträglichkeiten. Bei Intoleranzen oder Allergien gegen tierische Milch, kann auf pflanzlichen Alternativen zu Milch umgestiegen werden.

Alternativen zu Milch kommen in verschiedenen Varianten. Es gibt Getreidemilchsorten, Nussmilchsorten, Sojamilch, Reismilch und Erbsenmilch. Es gibt keine „beste Milchalternative“.  Hier ist allein abzuwägen welche einem persönlich am besten schmeckt. Die Nährwerte der verschiedenen Milchsorten unterscheiden sich erheblich. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die Vor- und Nachteile folgender Milchsorten vor:

  • Sojamilch
  • Mandelmilch
  • Hafermilch

Sojamilch

Sojamilch ist die beliebteste Alternative zu Milch, auch, wenn dieses Milchersatzprodukt oftmals umstritten ist. Wir finden diese Milchalternative mittlerweile in jedem Supermarkt und Discounter. Menschen, die sich vegan ernähren, dient Sojamilch vor allem als Eiweiß-Lieferant. Aber diese Alternative zeichnet sich nicht nur durch einen hohen Gehalt an Proteinen aus. Sie enthält zudem Folsäure und kein Cholesterin. Der große Nährwertunterschied zwischen Sojamilch und tierischer Milch ist der Calciumgehalt. Kuhmilch gilt nämlich als der Hauptlieferant für Calcium hierzulande. Von Natur aus enthält Sojamilch sehr viel weniger Calcium als Kuhmilch. Damit die Milchalternative der herkömmlichen Milch hier nicht nachhängt, fügen Sojamilch-Hersteller ihr mittlerweile Calcium hinzu. In Kritik gerät Sojamilch meist aufgrund ihrer enthaltenen pflanzlichen Hormone, die stark dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln. Hierzu gibt es aber zu wenige Studien, die wirklich belegen können, dass Sojamilch negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Mandelmilch

In Sachen Beliebtheit ist die Mandelmilch mittlerweile fast so populär wie Sojamilch. Große Supermärkten führen Mandelmilch bereits als festen Bestandteil ihres Sortiments. In Discountern ist sie allerdings immer noch Mangelware. Von Natur aus enthält Mandelmilch wenig Eiweiß und Calcium. Dafür bietet die Milchalternative aber reichlich Spurenelemente, Vitamine und relativ wenig Fett. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und deshalb wird Mandelmilch am liebsten als Ersatz beim Backen verwendet. Hier verliert sich der Eigengeschmack sehr schnell. Als Milchersatz in Kaffee oder anderen warmen Getränken ist eher von abzusehen, da Mandelmilch dazu neigt flockig zu werden. Neben Mandelmilch gibt es auch andere Nussmilchsorten wie Haselnussmilch oder Cashewmilch. Diese sind aber eher seltener zu finden.

Hafermilch

Hafermilch wird vor allem in Verbindung mit Kaffee gerne getrunken. Nicht nur von Menschen, die laktoseintolerant sind oder sich vegan ernähren. Hafermilch hat nicht nur geschmackliche Vorteile, sondern auch in Sachen Nachhaltigkeit. Besonders beliebt ist diese Milchalternative, da sie laktosefrei ist und weder Milcheiweiß noch Sojabestandteile enthält. Von Natur aus ist Hafermilch arm an Nährstoffen und Proteinen. Hersteller wirken dem entgegen, indem sie der Milchalternative Vitamine und Mineralstoffe zusetzen.

Ökobilanz der pflanzlichen Milchalternativen

Die Ökobilanz der Milchalternativen ist sehr unterschiedlich. Konsumenten, die besonders ethische Bedenken haben und deshalb auf Kuhmilch verzichten, sollten auch bei pflanzlichen Milchsorten auf deren Nachhaltigkeit schauen. Hafermilch hat beispielsweise eine gute Ökobilanz. Der Anbau kommt in den meisten Fällen ohne Herbizide aus und es gibt Hafermilch aus biologischem Anbau. Soja ist in Sachen Nachhaltigkeit schon eher problematisch. Verbraucher sollten darauf achten, dass das Soja in ihrer Milch aus der Europäischen Union stammt. Vor allem in Brasilien wird nämlich immer weiter der Regenwald abgeholzt, um dem weltweiten erhöhten Bedarf von Soja gerecht zu werden. Nachhaltig ist dies natürlich nicht. Hier muss jeder Verbraucher für sich selbst entscheiden was er für richtig hält und was nicht. Teilweise ist biologische Kuhmilch aus regionalem Anbau dann wieder nachhaltiger.

Laktosefrei durch die Osterzeit

Laktosefrei durch die Osterzeit

Die Osterzeit ist da und damit auch wieder viele Leckereien. Nahrungsmittelintoleranzen sind in dieser Zeit besonders störend. In diesem Beitrag zeigen wir aber, wie einfach es sein kann laktosefrei durch die Osterzeit zu kommen.

Laktosefreie Osternester

Das Osterfest ist vor allem für Kinder immer wieder ein Erlebnis. Besonders wegen der Ostereiersuche und der Schokolade, die sie geschenkt bekommen. Eine Laktoseintoleranz kann dem ganzen aber durchaus im Weg stehen. Kinder mögen vor allem Milchschokolade. Diese ist unglücklicherweise aber auch sehr laktosehaltig. 100 Gramm Milchschokolade enthalten rund 6 Gramm Laktose. Weiße Schokolade sogar 7 Gramm Milchzucker pro 100 Gramm. Kaum bis gar keine Laktose enthält lediglich Bitterschokolade. Bei Kindern ist diese aufgrund ihrer wenigen Süße aber nicht sehr beliebt. In den Geschäften mangelt es noch an laktosefreien Schokoosterhasen, aber auch hier gibt es eine Lösung: vegane Osterhasen. Seitdem der Veganismus immer mehr Anhänger erhält, richtet sich auch der Markt nach ihnen aus. Vegane Schokoosterhasen gibt es bereits in vielen Bio-Läden und Reformhäusern. So muss kein Kind auf seinen Schokoosterhasen verzichten.

Laktosefrei oder vegan?

Menschen mit einer Laktoseintoleranz haben es in Supermärkten oftmals schwer Lebensmittel zu finden, die auch sicher keine Laktose enthalten. Unser Tipp für Betroffene sind vegane Produkte. Diese sind auf jeden Fall vegan, da Milchzucker ausschließlich in tierischen Produkten enthalten ist. Jedes vegane Lebensmittel ist somit automatisch laktosefrei. Andersrum trifft das aber nicht zu. Nicht alles was laktosefrei ist, ist gleichzeitig vegan. Produkte, die als „laktosefrei“ gekennzeichnet sind, sind in der Regel Milchprodukte, denen während des Herstellungsprozesses Laktase hinzugefügt wurde. Diese sorgt für die Spaltung des Milchzuckers. Laktoseintolerante Menschen können diese Produkte dann ohne Beschwerden essen. Vegane Menschen sollten aber von laktosefreien Produkten Abstand halten.

Ersatzprodukte

In unseren Supermärkten finden wir heutzutage einige Ersatzprodukte für herkömmliche Milchprodukte. Diese sind nicht nur für Menschen geeignet, die auf tierische Produkte verzichten wollen, sondern auch für Menschen, die auf bestimmte Lebensmittel aus gesundheitlichen Gründen verzichten müssen. Für reguläre Milch gibt es eine große Anzahl an Ersatzprodukten. Diese bestehen entweder aus Kokos, Soja, Reis oder verschiedenen Nusssorten. Diese sind mittlerweile auch in jedem Discounter erhältlich. Viele Milchprodukte sind auch trotz Laktoseintoleranz gut verträglich. Zu diesen gehören unter anderem Butter, Joghurt oder Hartkäse. Andere Käsesorten wie Frischkäse oder Streukäse gibt es mittlerweile auch als vegane Variante, welche auf jeden Fall laktosefrei ist.

Rezept: Laktosefreies Osterlamm

Das Osterlamm aus Rührteig ist ein Klassiker zum Osterfest. Es ist perfekt für Menschen mit einer Laktoseintoleranz, da es lediglich Butter beinhaltet, welche nur äußerst kleine Mengen an Milchzucker enthält. Zudem kann bei einer stark ausgeprägten Laktoseintoleranz die Butter auch ganz einfach ersetzt werden. Mit unseren oben genannten Tipps und diesem Rezept sollte es nicht mehr so schwer fallen, laktosefrei durch die Osterzeit zu kommen.

Zutaten:

150         g             weiche Butter, ersatzweise Margarine

130         g             Zucker

180         g             Weizenmehl

3                             Eier

2             TL           Backpulver

1             TL           Zitronenabrieb

2             EL           Zitronensaft

1             Prise      Salz

Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Der erste Schritt, um ein Osterlamm zu backen, ist die Backform zu fetten und mit Mehl zu bestäuben. Der Ofen sollte bei 180 Grad Celsius vorheizen. Während der Ofen vorheizt, die weiche Butter mit Zucker, Salz und Zitronenabrieb schaumig schlagen. Die Eier nach und nach dazugeben und weiterschlagen. Das Mehl sollte mit dem Backpulver vermischt werden und abwechselnd mit Zitronensaft in die Mischung untergerührt werden. Dann kann auch schon die Backform befüllt werden. Hier sollten Sie beim Kopf beginnen und die Form knapp bis 3-4 cm unter den Rand befüllen. Die Form danach gut verschließen und sie für 40 Minuten im Ofen backen lassen.

Das Osterlamm sollte danach mindestens eine Stunde auskühlen und erst dann aus der Form genommen werden. Der Boden des Kuchens kann je nach Bedarf mit einem Messer begradigt werden. Zum Schluss das Lamm mit Puderzucker bestreuen. Wir wünschen viel Spaß beim Nachbacken!